Mosibuebä: Philipp, Daniel, Alois, Paul, Daniel (Foto: Dany Schulthess)

Mosibuebä: Philipp, Daniel, Alois, Paul, Daniel (Foto: Dany Schulthess)

Mosibuebä: Paul, Daniel, Alois, Daniel, Philipp (Foto: Dany Schulthess)

Mosibuebä: Paul, Daniel, Alois, Daniel, Philipp (Foto: Dany Schulthess)

Mosibuebä: Daniel, Daniel, Paul, Alois, Philipp (Foto: Dany Schulthess)

Mosibuebä: Daniel, Daniel, Paul, Alois, Philipp (Foto: Dany Schulthess)

CD vom 2004 (CD "30 Jahre" im 2006 bisher letzte eigene Produktion)

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MOSIBUEBÄ

  • MOSI­BUEBÄ
    • Feldweg 15, Ingen­bohl
    • 6440 Brunnen
    • Schweiz
    • WorkT 041 820 35 59
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Sparte
  • Bräuche, Traditionen
  • Komposition
  • Volksmusik

Die drei Brüder Paul, Alois und Daniel Lüönd sind auf der Liegenschaft "Mosi" in Ingenbohl aufgewachsen. Daher ergab sich der Name "Mosibuebä" bei der Gründung 1976 von selbst.
Typischer Musikstil: Bereits in jungen Jahren lernten sie den begnadeten Schwyzerörgeler Martin Nauer sen. aus Schwyz kennen, und später trat Alois Lüönd mit ihm eine Zeit lang auf. Martin Nauer war in den siebziger Jahren noch der Einzige gewesen, welcher die Musik-Kompositionen der Altmeister Josef Stump und Balz Schmidig stilecht interpretierte. Kurz gesagt war der Musizierstil von Stump/Schmidig durch Martin Nauer zu den Mosis „transportiert“ und auf diese Weise in die heutige Zeit hinüber gerettet worden. Diese ursprüngliche Ländlermusik, Stücke von Rees Gwerder und Anderen sowie Eigenkompositionen ist das Markenzeichen der Mosibuebä.




Stil von Stump, Schmidig und Nauer
Die drei Brüder Paul, Alois und Daniel Lüönd sind auf der Liegenschaft "Mosi" in Ingenbohl SZ aufgewachsen. In der Schule nannte man sie immer „s’ Mosis“. Daher ergab sich der Name "Mosibuebä" bei der Kapellen-Gründung im Jahr 1976 fast wie von selbst. Das Musikmachen liegt den Mosibuebä förmlich im Blut, denn in nächster Verwandtschaft finden sich bekannte Ländlermusiker. So war Albert Lüönd (ehemals Lüönd-Ulrich) ein Onkel der Mosibuebä, und zwei Brüder der Mutter („s’ Pitschä" Leo und Augustin Betschart) machten ebenfalls Ländlermusik. Die grosse Musikalität der Mosibuebä ist daher nicht erstaunlich. Wie aber kam es zum typischen Musikstil der Mosibuebä? Bereits in jungen Jahren – so um 1965 - lernten sie den begnadeten Schwyzerörgeler Martin Nauer sen. aus Schwyz kennen, und später trat Alois Lüönd mit ihm eine Zeit lang öffentlich auf. Martin Nauer war in den siebziger Jahren nämlich noch der Einzige gewesen, welcher die Musik-Kompositionen der Altmeister Josef Stump (1883 – 1929) und Balz Schmidig (1894 – 1947) stilecht interpretierte. Kurz gesagt war der Musizierstil von Stump und Schmidig durch Martin Nauer zu den Mosibuebä (und auch zu Seebi Schmidig aus Arth) „transportiert“ und auf diese Weise in die heutige Zeit hinüber gerettet worden. Diese eigenwillige, ursprüngliche Ländler-Musik ist seit Bestehen der Formation das Markenzeichen der Mosibuebä. Beste Beispiele dafür sind etwa der "Holzschuh-Tanz" von Josef Stump oder die Polka "Us em Ängläz" von Balz Schmidig. Zudem spielte Paul noch mit Rees Gwerder und lernte so auch einige Tänze direkt aus erster Hand. Mit den Stücken vieler bekannter Komponisten und den Eigenkompositionen sind die Mosibuebä schweizweit unverkennbar.

Vom Trio zum Quartett
Wie sieht die Besetzung aus?
Zu Beginn bildeten Alois und Paul Lüönd ein Schwyzerörgeliduo, welches an einer Vereinsversammlung im Jahre 1968 seine Premiere erlebte. Es folgten verschiedene Auftritte an Versammlungen, "Chilbenen" und privaten Festen. 1976 erlernte der jüngste der "Mosi"-Gebrüder, Daniel, das Bassspielen und machte das Schwyzerörgelitrio komplett. Die drei nannten sich nun Mosibuebä und wurden in der Ländlerszene schnell zum Begriff für exakt gespielte, bodenständige Schwyzerörgelimusik und traten im Laufe der Zeit in der ganzen Schweiz auf. Ein paar Mal waren sie auch im Ausland engagiert. "Unvergesslich bleibt uns der Auftritt beim Stangl-Wirt in Going in Österreich", erinnert sich Alois Lüönd. Dort musizierten mehrere Kapellen - aber alle auf verschiedenen Etagen des Hotels in kleinen, gediegenen Räumen. Die Mosibuebä wirkten auch schon in mehreren Fernsehsendungen mit und sind oft am Radio zu hören.

1998 stiess Daniel Gwerder aus Arth zu den Mosibuebä, und damit wurde aus dem Trio ein Quartett. Da sich Daniel Lüönd vermehrt seinem Gastwirtschaftsbetrieb Balmberg auf dem Stoos widmen musste, streicht ab 1998 mehrheitlich Philipp Schuler den Bass. Nebst den zirka 60 Eigenkompositionen sowie den Stump- und Schmidig-Tänzen spielen die Mosibuebä mit Vorliebe alte Innerschwyzer Tänze.

"Starke" Musik und starke Musiker
Lieber als in grossen Festzelten, treten die Mosibuebä in kleinen, bodenständigen Ländlerlokalen auf, wo die Musik "1:1" rüberkommt. So sind die Mosibuebä bereits seit 30 Jahren regelmässig in den Gaststätten Alpenrösli und "Tobitschä" in Ingenbohl, im Windstock ob Rickenbach oder im Engel in Arth zu hören. Oder wer könnte sich den Frühjahrs-Schwinget in Ibach SZ ohne die urchigen Mosibuebä auf dem "Gigäbank" vorstellen? Gerade mit der Schwinger-Szene sind „s’ Mosis“ seit jeher stark verbunden. Dies erstaunt nicht, waren doch Paul und Wysel früher „böse“ Kranzschwinger. Davon zeugt der Rigi-Sieg von Paul 1973 (zusammen mit Roschi David) und der Festsieg von Wysel am Zuger Kantonalen 1970. Der Schwinger-Szene gewidmet ist denn auch eine der bekanntesten und erfolgreichsten Kompositionen der Mosibuebä: Es ist der Marsch "Kilchbergsieger Eugen Hasler" von Paul Lüönd. Die Mosibuebä pflegen eine sehr gute Kameradschaft untereinander und besonders wichtig sind ihnen die Spielfreude und die Zufriedenheit. Aber auch der Humor kommt nie zu kurz, wie folgende köstliche Episode aus der Kapellgeschichte belegt. „Einmal, als wir nachts um drei Uhr vom Musikmachen heimfuhren, erwischte unser Volvo in Rothenthurm einen 'Platten' “, erzählt Paul Lüönd. „Leider war kein Wagenheber im Auto und so hoben Wysel und ich das Auto kurzerhand etwas ab Boden während Daniel das Rad wechselte." So urchig wie die Mosibuebä sind, so "stark" und echt ist ihre Musik. Das originelle Schwyzerörgeli-Quartett ist nach wie vor top motiviert und 36 Jahre nach der Gründung kaum mehr aus der Ländlerszene wegzudenken.