Den Flug der Vögel festgehalten: eine von vielen Plastiken des Siebner Künstlers Urs Martin Traber. Bild zvg

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«Nichts Menschliches ist mir fremd»

Den Siebner Urs Martin Traber hat die Kulturkommission Freienbach für zehn Tage kreatives Schaffen ans Skulpturensymposium in Pfäffikon eingeladen. Zusammen mit den sieben weiteren Kunstschaffenden wird er dafür sorgen, dass vom 28. Mai bis 6. Juni in der Seeanlage neue Werke entstehen und Skulpturen Gestalt annehmen.

Zehn Tage lang Kultur am See

Das 5. Skulp­tu­ren­sym­po­sium findet vom 28. Mai bis 6. Juni in der Seean­lage Pfäffikon statt, die Vernis­sage am 28. Mai um 19 Uhr, die Finis­sage am 6. Juni um 17 Uhr.

Öffnungs­zeiten:

10 bis 12 Uhr und 14 bis 20 Uhr (täglich); Führungen täglich um 18 Uhr, an Fron­leichnam sowie sams­tags und sonn­tags jeweils um 14 und 18 Uhr.

Speziell:

Während der Ausstel­lungs­zeit stehen eine Speck­stein­werk­statt und ein Begeg­nungs­zelt mit Restau­ra­tion zur Verfügung.

Infor­ma­tionen: 

www.skulp­tu­ren­sym­po­sium.ch

Pfäffikon

Bereits zum fünften Mal wird das Skulpturensymposium in Pfäffikon durchgeführt. Die Besucherinnen und Besucher können dabei Schritt für Schritt und hautnah miterleben, wie Skulpturen, Plastiken oder Installationen entstehen. Sie können auch mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen und beispielsweise darüber diskutieren, wie diese die Planung eines Werkes angehen oder was sie bei ihrem Schaffen inspiriert. Eine gute Gelegenheit, den Ausserschwyzer Urs Martin Traber näher kennenzulernen.

Traber spielt mit Materialien

Urs M. Traber folgte seiner künstlerischen Berufung auf dem zweiten Bildungsweg mit einer Steinbildhauerlehre. Nach der Eröffnung seines eigenen Ateliers befasste er sich bald auch mit weiteren Materialien. So verarbeitete er über die Jahre Blei, Eisen, Gips, Ton, Bronze, Stein und Holz. Am diesjährigen Skulpturensymposium wird für Urs M. Traber der Werkstoff Eisen die Hauptrolle spielen.

Faszination Mensch

Urs M. Traber sagt von sich: «Ich bin ein Mensch, und nichts Menschliches ist mir fremd.» «Menschliches» steht denn auch im Mittelpunkt seines plastischen Schaffens. Eine spielerische Note umgibt viele seiner Figuren. Sie können jedoch auch ernsthaft, nachdenklich oder meditativ wirken, verängstigt, erbost oder schalkhaft. Er will sie in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zeigen oder lässt sie in Verbindung mit gefundenen Gegenständen agieren, arbeiten, leiden, gleichsam Geschichten erzählen.

Werke öffentlich zugänglich

Werke des hochgewachsenen Siebners sind in der Region öffentlich ausgestellt. So sind beispielsweise von ihm geschaffene filigrane Eisenskulpturen richtungsweisend auf einem Kreisel in Reichenburg anzutreffen. Daneben hat Urs M. Traber verschiedene Symposien mit seiner Kunst bereichert, er war unter anderem im Engadin, in Brienz oder in Brunnen als Schwyzer Künstler vertreten. Als Anerkennung für sein künstlerisches Schaffen erhielt er im Jahr 2004 ein kantonales Stipendium und konnte vier Monate in einem Atelier in New York City verbringen.