Bergpanoramen so weit das Auge reicht in der Galerie Reichlin, wie das Werk von Hubert Nanzer.
Kunst und Design | 1. Juni 2010
Alte und neue Malerei
Bis zum 19. Juni stellt das Küssnachter Atelier Reichlin Bergpanoramen aus. Drei Schweizer Künstler, die am Samstagnachmittag bei der Vernissage anwesend waren, stehen im Mittelpunkt.
Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni jeweils von Montag bis Samstag geöffnet.
Infos:
Küssnacht –
An der Vernissage vom Samstag erzählten die Künstler von ihren Eindrücken rund ums Gebirge, die sie in ihren Werken auf völlig unterschiedliche Weise mit dem Pinsel festgehalten haben.
Werke auf Seidelbastpapier
Der Toggenburger Walter Dick beschäftigt sich mit Lebenswelten jeglicher Art. Bei Reisen in mehrere Alpengegenden hat er Landschaftsimpressionen mit Tuschfeder gezeichnet, dabei jedoch Tiere und Menschen bewusst weggelassen. Entstanden sind etwa ein Porträt von Bürgenstock und Pilatus oder ein Bauernhaus in verschneiter Umgebung. Für diesen Maler ist nicht nur die Stimmung, sondern auch das Trägermaterial ausschlaggebend: Neben weissem Papier verwendet er das wellige, leicht dunkle Seidelbastpapier aus Nepal.
Höhn und Nanzer gegensätzlich
Ferdinand Höhn ist noch impressionistischer. Mit kräftigen Acrylfarben malt er ganz abstrakte Bilder, die er zuvor mit Skizzen erarbeitet. Hubert Nanzer, ein langjähriger Alpinist aus Weggis, der sich in Costa Rica niedergelassen hat, malt dagegen sehr detailgetreu und fotorealistisch. Dazu nimmt er Fotos als Vorlage, die er mit dünnen Farben aquarellartig nachmalt. «Momentan bin ich gerade auf der Suche nach einer spannenden Aufnahme der beiden Mythen», so Nanzer.
Werke aus dem 19. Jahrhundert
Alle drei Künstler sind der Stammkundschaft des Ateliers Reichlin bereits aus früheren Ausstellungen bekannt. Mehrheitlich seien es private Sammler, die sich für die Gemälde interessieren würden, wie Kunsthändler Urs Reichlin erklärte. Im Rahmen der Ausstellung werden ihnen auch etliche Landschaftsaquarelle aus dem 19. Jahrhundert angeboten, die einen Kontrast zu den zeitgenössischen Bergbildern bilden würden. Aus dem 18. Jahrhundert gesellt sich zudem der Pionier der Bergmalerei, Caspar Wolf, dazu.