Eine der bekanntesten Figuren von Rodin: der Denker

Eine der bekanntesten Figuren von Rodin: der Denker

Katrin Göldi (rechts) führt täglich Kunstinteressierte durch die Rodin- Ausstellung im Seedamm-Center. Bild Tanja Holzer

Katrin Göldi (rechts) führt täglich Kunstinteressierte durch die Rodin- Ausstellung im Seedamm-Center. Bild Tanja Holzer

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Anmutige Rodin-Skulpturen

Seit gestern bis zum 14. August präsentiert das Seedamm-Center Pfäffikon eine Ausstellung mit wunderbaren Originalabgüssen des Französischen Bildhauers François Auguste René Rodin.

Führungen

Katrin Göldi betreut die Ausstel­lung montags bis sams­tags von 10 bis 18 Uhr. Jeweils um 10.30 und 15 Uhr unter­nimmt sie mit Rodin-Inter­es­sierten eine halbstündige Führung durch die Ausstel­lung.

Pfäffikon

François Auguste René Rodin (1840 – 1917) galt mit seinen Skulpturen als Wegbereiter der Moderne. Seit gestern baut ein Teil seiner Werke eine Brücke zwischen Shopping und Kunstgenuss. Bis zum 14. August präsentiert das Seedamm-Center in Pfäffikon eine Ausstellung mit Originalabgüssen aus dem Musée Rodin und der Moulage du Louvre in Paris.

Weltberühmte Figuren

Sein wohl berühmtestes Werk «Das Höllentor» ist in Originalgrösse auf einer Fahne abgebildet und schwebt zwischen den Verkaufsebenen. 37 Jahre lang hatte Rodin an diesem Bronzeportal gearbeitet, inspiriert von Dante Alighieris «Göttliche Komödie». Es gilt als Rodins Lebenswerk, beherbergt im Original 227 Figuren, ist sechs Meter hoch und acht Tonnen schwer. Die Skulptur «Der Denker» ist ebenfalls weltberühmt und die anmutigen Erscheinungen «Der Kuss» oder «Die Badende» widerspiegeln beispiellos die Faszination des Künstlers am Weiblichen. Filigran und mit viel Aussagekraft besticht die fünfteilige Hände-Serie mit Bronzeskulpturen wie «Die Hand Gottes» und «Hand eines Pianisten».

Wie ein ästhetisches Gedicht 

Schon der Schriftsteller Rainer Maria Rilke, der einst Rodins Privatsekretär war, sinnierte: «Im Werk Rodins finden sich Hände, eigenständige, kleine Hände, die, ohne einem Körper anzugehören, über ein Eigenleben verfügen». Die Skulpturen sind tatsächlich einem ästhetischen Gedicht ähnlich. Die Informationstafeln sind ausführlich in Deutsch und Französisch. Eine Sonderausstellung mit Zeichnungen des Künstlers sowie Biographietafeln vervollständigen den Kunstrundgang.