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Sinfonieorchester Ausserschwyz spielt Bruckners „Romantische“ Sinfonie und Mozart!

Am letzten Wochenende im Januar präsentiert das renommierte Sinfonieorchester Ausserschwyz mit seinem musikalischen Leiter Urs Bamert ein Konzertereignis erster Güte.

„Wien und die Romantik: Mozart & Bruckner“


Musi­ka­li­sche Leitung: Urs Bamert
Mozart: Sinfonie concert­ante für Oboe (Chri­s­toph Bürgi), Klari­nette (Gabriel Schwyter), Fagott (Roland Bamert) und Horn (Sebas­tian Kälin) und Orchester
Anton Bruckner: 4. Sinfonie in Es-Dur "Die Roman­ti­sche"

Sa, 28. Jan. 2012, 19.30h
Siebnen
Stock­berg­halle, mit Apéro

So, 29. Jan. 2012, 10.30h (!)
Schin­del­legi
Maihof­saal
 

Eintritt frei / Kollekte - dank vieler generöser Kulturs­pon­soren, ohne die dieses Projekt nicht reali­siert hätte werden können! Die Kollekte dient zur Deckung der rest­li­chen Unkosten.

Siebnen / Schindellegi

Nach Mozarts Bläser-„Sinfonia-concertante“ mit Solisten aus der Region wagen sich die Musikerinnen aus March, Höfe und Einsiedeln an eines der ganz grossen sinfonischen Werke der abendländischen Musik: Anton Bruckners berühmteste, monumentale und eindrucksvoll „göttliche“ 4. Sinfonie mit dem Untertitel „Die Romantische“. Sie wird sonst fast nur von professionellen Orchestern in den grossen Städten und Konzertsälen aufgeführt - eine Herausforderung für alle Musiker, speziell aber für die Liebhaber der gepflegten orchestralen Blechbläsermusik, inbesondere die Hornisten!

EInziges semi-professionelles Orchester

Vor der Pause spielt das SOAS, das erste und einzige semi-professionelle Orchester im Kanton Schwyz, Mozarts überirdisch schöne "Sinfonia concertante" in Es-Dur für Bläser und Orchester, mit Christoph Bürgi (Oboe, Luzern), Gabriel Schwyter (Klarinette, Lachen), Roland Bamert (Fagott, Lachen) und Sebastian Kälin (Horn, Schindellegi) als Solisten.

Rund 60 Musiker

Das Sinfonieorchester Ausserschwyz zählt an die 60 Instrumentalisten - Berufsmusiker, Musikstudenten und engagierte, häufig junge Amateur-Musikerinnen und –Musiker aus der Region, mit dem zweiten Konzertmeister des Zürcher Kammerorchesters, Donat Nussbaumer aus Altendorf, als Konzertmeister. Das SOAS hat sich als „das“ einheimische, semi-professionelle Orchester im Kanton Schwyz - und weit darüber hinaus - einen hervorragenden Namen als Kulturträger sowie Musik-Vermittler geschaffen. Mit über 20 Programmen und 50 Konzerten erntet das SOAS seit 2004 hervorragende Kritiken. Stimmführer sind Musiker und Musiklehrer aus der Region, darunter bekannte Musiker wie Meinrad Küchler, Regula Friedli, Silvia Solari (Violine), Lorenz Küchler (Viola), Ruth Müri und Christian Albrecht (Cello), Susann Brandenberg (Kontrabass), Marc Jaussi (Trompete), Michael Schönbächler (Posaune) und Gabriel Schwyter (Klarinette).
 

Bruckner spät gewürdigt

Erst spät im Leben als Komponist gewürdigt, gehört Bruckner (1824-1896) neben Wagner, Mahler und Strauss zu den wichtigsten und innovativsten Tonschöpfern seiner Zeit und hat mit seinen Werken bis weit ins 20. Jahrhundert hinein grossen Einfluss auf die Musikgeschichte ausgeübt. Seine bedeutendsten und wohl auch bekanntesten Kompositionen sind seine neun Sinfonien. Auch die Kirchenmusik hat er um wichtige Werke − unter anderen drei Messen und ein Te Deum − bereichert. Als langjähriger Organist im Stift St. Florian und in Linz wurde er vor allem für seine Improvisationen an der Orgel bewundert. Das Denken in (Orgel-)Registern, voneinander abgegrenzt oder gekoppelt, hört man in seinen grossartigen weltlichen Sinfonik sehr gut: Holz-, Blechbläser und Streicher.

Lange Sinfonien 

Im mit Überblick zu gestaltenden dramaturgischen Aufbau der Phrasen – eine Bruckner-Sinfonie kann gut und gerne über 60 Minuten dauern! – ist Schubert sein Vorbild. Bruckner verwendet auch Elemente aus der Barockmusik wie Sequenzierung, mehrfacher Kontrapunkt und schroffe Harmonik, und eines seiner stilistischen Hauptmerkmale ist der so genannte „Bruckner-Rhythmus“, ein ständiges Nebeneinander und/oder Übereinander von Zweier- und Dreierbildungen in der Rhythmik, welches der Musik grosse Spannkraft und Energie liefert. In Kontrast zu diesen ungleichmässigen Rhythmisierungen steht Bruckners klarer und übersichtlicher Periodenbau.