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Eine Generation zwischen den Extremen. Humorvoll aber auch mit ernstem Blick zieht die Ausstellung Bilanz. «Halbzeit» regt zum Nachdenken an. (Video: art-tv.ch)


halbzeit. Ein Blick auf die Mitte des Lebens.

Halbzeit: Die Ausstellung im Vögele Kultur Zentrum thematisiert die Mitte des Lebens.

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halbzeit. Ein Blick auf die Mitte des Lebens.

6. November 2011 – 11. März 2012

Datum

06.11.2011 bis 11.03.2012

Öffnungs­zeiten
  • Mi–So: 11-17 Uhr
  • Do: 11-20 Uhr
  • Mo–Di: gesch­lossen
Ort

Vögele Kultur Zentrum
Gwatt­strasse 14
8808 Pfäffikon/SZ
+41 55 416 11 11

Weitere Infos

Das Vögele Kultur Zentrum präsentiert die interdisziplinäre Ausstellung «halbzeit. Ein Blick auf die Mitte des Lebens: Gedanken, Träume, Tatsachen» und will damit auch einen Beitrag zur aktuellen Generationendiskussion leisten. Als erste umfassende Ausstellung zur Thematik bietet halbzeit eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Phase des Übergangs von der Jugend zum Alter. Sie vereinigt nebst künstlerischen Positionen, philosophische Gedanken, Interviews mit Menschen zum mittleren Alter, Betrachtungen von Fachleuten unterschiedlichster Ausrichtung, und zahlreiche Sachexponate und Videoinstallationen zu einem interaktiven Erlebnis- und Erfahrungsraum.



Nicht mehr jung, aber auf gar keinen Fall alt

Die Ausstellung zeigt das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlich tradierten Leitvorstellungen und individuellen Präferenzen. Menschen in der mittleren Lebensphase werden in ihren persönlichen und gemeinschaftlichen Beziehungen, d.h. in ihrem sozialen Umfeld sowie im beruflichen und volkswirtschaftlichen Kontext betrachtet, ohne dabei ausschliesslich für die Betroffenen von Interesse zu sein. Mit dem Generationenvertrag ist die mittlere Altersgruppe als eigentliche Sandwichgeneration sowohl mit den Jüngeren als auch mit den Älteren in einer engen Verbindung. So soll die Ausstellung zum Dialog zwischen den Altersgruppen anregen. Anders betrachtet befindet sich jeder Mensch jeden Alters in der Mitte seines Lebens, indem er sowohl auf die zurückliegenden Ereignisse in seinem Leben blickt als auch Pläne für die Zukunft schmiedet.

Lebenstreppe als starkes Bild

In den letzten Jahrhunderten stellte man sich den Verlauf des Menschenlebens in Form eine Treppe vor. Die Vorstellung von auf- und absteigend angeordneten Lebensstufen wirkt bis heute nach. Die Lebenstreppe ist in der Ausstellung ein immer wiederkehrendes Motiv. Als einfache Kreidezeichnung auf einer kleinen Schiefertafel bildet sie auch den Ausgangspunkt der Installation «Steps of Life», die eigens für die Ausstellung konzipiert wurde: Die klassische Lebenstreppe, vier Stufen bergauf, der Höhepunkt, vier Stufen hinab, das Lebensende. In einer Befragung wurden unterschiedlichste Menschen von sechs bis sechsundneunzig Jahren gebeten, ihren aktuellen Platz darauf mit einem Kreuz zu kennzeichnen.
Die Lebenstreppe prägt auch die Szenografie. Alle Ausstellungselemente wurden in Anlehnung an Treppenstufen als grosse, dreidimensionale Kuben gestaltet, die auf unterschiedlichen Höhen im Raum liegen, hängen, stehen oder schweben. Die Gestaltung reduziert sich auf schwarz, weiss und grau, um nicht in den Vordergrund zu treten. Durch die transluzenten und opaken Stoffen entsteht ein Spiel von Durchsicht und Verhüllung, ein Oszillieren im Dazwischen, in dem die Besucher zu Betrachtern und Akteuren werden.

Aspekte der Lebensmitte

Strukturiert wird die Ausstellung über Träume und Lebensentwürfe der mittleren Generation nach folgenden Themen: Schönheit und Fitness – Für Dein Alter siehst Du gut aus Partnerschaft und Familie – Im Hafen oder auf der Suche Beruf und Karriere – Aufsteigen, umsteigen, aussteigen
Entsprechend wurde ein Stationenweg in den Räumen des Vögele Kultur Zentrum angelegt. Eine Treppe führt auf die Galerie zu «Man gönnt sich ja sonst nichts». In der Achse zwischen den Räumen befindet sich die Installation der Wendefiguren – Persönlichkeiten, die in der Mitte des Lebens einschneidende Veränderungen erfahren haben – und nach hundert Metern «Lebensweg» gelangen die Besucherinnen und Besucher ans «Ende der Karriere». Die Etappen entlang des Weges bilden die Beratungszonen. Mittels interaktiver Medien erwarten den Besucher gleich neun professionelle Ratgeberinnen und Ratgeber. Die Ausstellung ist Erlebnis und Selbsterfahrung zugleich. Mit Humor und Ironie spielt halbzeit den Besuchern den Ball zu und fordert sie auf, ihre eigenen Wertvorstellungen zu hinterfragen.


In der Ausstellung sind zudem Werke folgender Künstlerinnen und Künstler zu sehen: Claudia & Julia Müller, Fee Hollmig, Haus am Gern (Barbara Meyer Cesta & Ruedi Steiner), Ines Doujak, Karin Fisslthaler, RELAX (chiarenza & hauser & co), Rémy Markowitsch / Maya Roos, Manon, Muda Mathis & Sus Zwick, Olaf Breuning, Seline Baumgartner, Timm Ulrichs und Urs Lüthi.