Als Unterbepflanzung dienen Tausende Muskarien, die sich blühend zu einem weissen Teppich verdichtet haben. Foto: Daniel Koch
Als Unterbepflanzung dienen Tausende Muskarien, die sich blühend zu einem weissen Teppich verdichtet haben. Foto: Daniel Koch

Dies & Das

«Die Gesamtwirkung ist super»

Eine Woche dauerten die Arbeiten in der Messe Zürich, bis der Schaugarten samt Haus aufgebaut war. Am Opening für geladene Gäste vom letzten Dienstag zeigte sich der Einsiedler Landschaftsarchitekt Rolf von Burg zufrieden mit seinem Projekt.

Die Gartenmesse Giardina in der Messe Zürich dauert noch bis Sonntag. Ein Besuch bei Rolf von Burg entführt in eine neue Welt des Stand-Designs. Statt einfach einen Garten mit vielen Pflanzen zu präsentieren, betreten die Besucher den Stand durch ein Haus samt Cheminée und Sofas. Aus dieser Perspektive lässt sich der Garten mit bis zu sechs Meter hohen Bäumen in entspannter Atmosphäre geniessen. Rund eine Woche dauerte es, um diese Oase vor Ort zu schaffen. Vom Ergebnis ist der leidenschaftliche Landschaftsarchitekt Rolf von Burg überzeugt. «Wir wurden zwar erst auf den letzten Drücker fertig und die Nerven lagen manchmal blank – mit dem Resultat bin ich aber sehr zufrieden; die Gesamtwirkung ist super.» Zwischen 15 und 20 Leute waren beschäftigt, um das Projekt in akkurater Weise entstehen zu lassen. «Es war manchmal staubig und lärmig und alle hatten wenig Schlaf.» Es habe aber alles gepasst. «Wir mussten nichts abschneiden oder ansetzen, die Teile wurden alle genügend präzise vorgefertigt.» Viele Möglichkeiten für Anpassungsarbeiten wären wegen des straffen Zeitplans ohnehin nicht zur Verfügung gestanden. Somit zahlte sich die akribische Vorbereitung aus.


Kein Award für von Burg


Auch die Pflanzen befinden sich zurzeit im angestrebten Blütestadium. Die Muskarien sorgen für einen blühend weissen Teppich. «Wahrscheinlich reicht es gerade bis Sonntag, danach liegen sie wohl ab», so von Burg. Bei den meisten Pflanzen lässt sich die Entwicklung steuern. «Wenn man verdunkelt, endet der Tag für die Pflanze früher und man gaukelt den Winter vor. Mit Licht wiederum signalisiert man der Pflanze, es sei Sommer. Und gewisse Pflanzen ragieren auch auf bestimmte Gase. So kann man diese ebenfalls reizen.» Bei den Giardina-Awards ging Rolf von Burg in diesem Jahr leer aus. Für ihn ist dies aber nicht weiter schlimm: «Es ist sehr schwierig, die verschiedenen Projekte miteinander zu vergleichen. Für mich spielt der Award keine grosse Rolle – ich lebe am Schluss nicht vom Preis.» Will heissen: Rolf von Burg erhält viele Aufträge durch Empfehlungen von bisherigen Kunden. Die Giardina ist aber natürlich ebenfalls eine Plattform, um neue Kundschaft zu erreichen und gute Kontakte zu pflegen. Bilder von bisherigen, exklusiven Gartengestaltungen zieren die Wände des Hauses. Aus dem Kanton Schwyz wurde nur ein Aussteller ausgezeichnet: In der Kategorie «Giardina-Style – Präsentationen ab 51 m2» erhielt die Hauser Living AG aus Freienbach den Gold-Award. In der Kategorie «Showgärten – 70 bis 200 m2», in welcher auch Rolf von Burg an den Start ging, siegte die Firma Trüb für Grün. «Eine lebendige Blumenmischbepflanzung umgeben von grossen Solitärbäumen prägt das Gesamtbild und bildet einen geborgenen Raum – den Lieblingsplatz schlechthin», heisst es in der Award-Beschreibung.


Einsiedler Anzeiger / dko

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

15.03.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/pWLS7i