Architekt Alfred Suter (von links), Jürg Krummenacher, Präsident der Krankenhausgesellschaft Schwyz, und der Künstler Benno K. Zehnder freuen sich an der Vernissage über das Buch.
Architekt Alfred Suter (von links), Jürg Krummenacher, Präsident der Krankenhausgesellschaft Schwyz, und der Künstler Benno K. Zehnder freuen sich an der Vernissage über das Buch.
Der Autor Erwin Koch las ein Selbstgespräch von Benno K. Zehnder, welches er für den Kunstband aufgezeichnet hatte. Bilder: Silvia Camenzind
Der Autor Erwin Koch las ein Selbstgespräch von Benno K. Zehnder, welches er für den Kunstband aufgezeichnet hatte. Bilder: Silvia Camenzind

Dies & Das

Literatur

Farbenmeer des Spitals in Buch gepackt

Kunst am Bau, der für Patienten spürbar ist: Der Architekt Alfred Suter und der Farbkünstler Benno K. Zehnder haben 16 Jahre lang Farbe ins Spital Schwyz gebracht. Nun ist ihr Wirken in einem Kunstband zu betrachten.

«Hesch Luscht und Ziit?» Das war die Frage, die Alfred Suter, BSS-Architekten in Schwyz, dem Aargauer Künstler Benno K. Zehnder vor 16 Jahren gestellt hatte. Es war der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit. Inzwischen sind beide im Pensionsalter und Zehnder sagt rückblickend, dass er sich längst nicht mehr an alles erinnere, was sie im Spital zusammen realisiert hatten: «Fredy, es ist so viel.»


Mit Farbe etwas geschaffen, das guttut


Der Architekt erinnerte daran, dass immer wieder Erweiterungsetappen dazukamen. Nun mit der Vollendung der Physiotherapie und des Schwimmbades hatte sich die Krankenhausgesellschaft dafür entschieden, das Farbkonzept, das über die Landesgrenzen hinaus ein Medienecho hervorgerufen hatte, in einem Kunstband zu dokumentieren und zu würdigen. Das Buch heisst «Architektur Farbe Licht – Die Kunst von Benno K. Zehnder im Spital Schwyz», und es ist überaus gut gelungen. Es zeigt das Farbenmeer des Spitals so, wie es der Künstler geschaffen hat. Diese echten Farben hat die Fotografin Seraina Wirz perfekt eingefangen und der Druck von der Triner Media + Print AG in Schwyz ebenso perfekt wiedergegeben. Spannend, nicht nur für Raumgestalter, sondern für alle, die sich gerne mit Farbe umgeben, sind auch die Beiträge im Buch, von den Anfängen, vom Mut zur Umsetzung bis zur Erkenntnis, dass da mit Farben etwas geschaffen wurde, das den Menschen, die sich im Spital aufhalten, guttut und etwas, das Atmosphäre schafft. An der Vernissage gestern Abend im Spital Schwyz las der Autor Erwin Koch aus dem von ihm verfassten Selbstgespräch mit Benno K. Zehnder, das aufzeigte, wie sehr Farbe den Künstler seit seiner Kindheit prägt. Alfred Suter wünschte sich in seiner Rede, dass Bauherren nicht zuerst Kunst am Bau streichen, sondern sich von genau diesen Themen anregen lassen. Benno K. Zehnder freute sich über «das schöne Dokument einer fruchtbaren Zusammenarbeit. » Er hofft, dass das Buch eine Inspiration sein kann. «Es ist möglich, eine farbigere Umwelt zu haben.»


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das
  • Literatur

Publiziert am

30.11.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/WN3uuD