Die Sattler Greifler trafen sich mit der Bevölkerung auf dem Dorfplatz. Dort gab es feines «Feuerwasser». Bilder: Erhard Gick
Die Sattler Greifler trafen sich mit der Bevölkerung auf dem Dorfplatz. Dort gab es feines «Feuerwasser». Bilder: Erhard Gick
Haben im Plöder flotte Sprüche vorgetragen: Florian Moser und Bernhard Schuler.
Haben im Plöder flotte Sprüche vorgetragen: Florian Moser und Bernhard Schuler.

Volkskultur

Grosser Aufmarsch der Trychler

Am gestrigen Dreikönigstag sorgten die Sattler Trychler für einen lautstarken Auftritt im Dorf und für flotte Sprüche.

Das «Plöder» wird in den Dörfern jeweils mit Spannung erwartet. Niemand wird gerne verulkt, alle sind gespannt, ob wohl das eine oder andere im Plöder ans Tageslicht kommt. Aber es gehört an Dreikönige einfach dazu, dass dem einen oder anderen seine «Sünden» humorvoll vorgetragen werden. Lautstark bewegte sich gestern der Tross von gegen 60 Trychlern der Sattler Greifler durch die Quartiere von Sattel.


Die Geister erfolgreich vertrieben


«Die Greifler traten an drei Orten auf, im Riedmatt, im Feldmoos und im Dörfli», sagte der Kenner der lokalen Kultur, Gemeindeschreiber Pirmin Moser. Er selbst gehört dem Dörfliverein an, einem Quartierverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bevölkerung und die Greifler am Dreikönigstag mit feinem Lebkuchen und mit Kaffee, welcher üblicherweise einen Schuss «Feuerwasser» enthält, zu verwöhnen. Die Greifler sind mit ihren Trycheln unterwegs, um die bösen Geister aus dem Dorf zu verjagen. Diesen Zweck hatte das Dreikönigstreicheln früher. Heute wird vielmehr die Brauchtumspflege in den Vordergrund gestellt. Das ist den Sattler Greiflern gestern mit der Pflege des herrlichen Brauchtums bestens gelungen.


Bote der Urschweiz / Erhard Gick

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

07.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/LUYsLy