Literatur

«Meine Bücher wären für mich der absolute Horror»

Vor kurzem erschien das vierte Buch der Höfner Autorin Rahel Hefti – ein weiterer Young Adult Thriller, der für viel Spannung sorgt. «Das wäre nichts für mich», gibt Hefti offen zu.

«Rette mich nicht». So heisst das neueste Werk der Autorin Rahel Hefti. Es ist bereits das vierte Buch der 29-jährigen Höfnerin. «Ich schreibe eigentlich immer etwas», so die leidenschaftliche Schriftstellerin, die nebenbei noch in einer Marketingfirma tätig ist. «Wenn das Geschriebene gut genug ist, geht es weiter an den Verlag.» Gut genug war also auch ihr aktueller Roman. Das Buch erzählt die Geschichte einer Clique aus der Region Richterswil und Höfe. Dass die Geschichte in der Heimat der Wilerin spielt, sei nicht von Anfang an so geplant gewesen. «Der Ort ergibt sich meist während des Schreibprozesses», so Hefti. Zuerst habe sie eine Burgruine in Schottland beschreiben wollen. «Dann habe ich gemerkt, dass diese sehr stark an jene in Wädenswil erinnert.» Also habe sie den Schauplatz in die Schweiz, genauer gesagt an den oberen Zürichsee verlegt.


Eine Geschichte mit Spannung


Die mysteriöse Handlung ihres neusten Werks habe Rahel Hefti frei erfunden. «Wenn ich das, was im Buch geschieht, wirklich so erlebt hätte, wäre es ein bisschen krass», lacht die Autorin. Die Geschichte handelt von Darian Capriati, von dem alle glauben, dass er böse ist. Er hat sich von seinen Freunden abgewendet und einen Weg aus roher Gewalt eingeschlagen, nur noch seine Ex-Freundin Ellen glaubt an seine gute Seite. Als dann der Münchner Ben zu Besuch kommt und sich in Ellen verliebt, droht die Situation zu eskalieren.Ist Darian ein eifersüchtiger Psychopath oder steckt mehr dahinter? Der Young Adult Thriller handle von Freundschaft, der ersten grossen Liebe und einem tödlichen Geheimnis. Ein Buch voller Spannung also – gar nichts für Rahel Hefti. «Ich selber mag solche Bücher eigentlich gar nicht», schmunzelt sie. Noch expliziter: «Meine Bücher wären für mich der absolute Horror.» Die Schriftstellerin mag keine Geschichten voller Spannung, bei denen man nie wissen kann, was als nächstes passiert. Das treibe sie in den Wahnsinn. «Für mich müssen Bücher voraussehbar sein», so die 29-Jährige. Vielleicht wisse sie aber genau deshalb, wie man etwas Spannendes schreibt, und könne so die Leser gut in falsche Richtungen führen und zu Fragen anregen. «Ich ende dann zum Beispiel ein Kapitel so, dass noch viele Fragen offen sind und man unbedingt weiterlesen muss.» Sie selbst werde nämlich bei solchen Enden beinahe wütend.


Nicht ihr letztes Werk


Angst, dass ihr irgendwann die Ideen ausgehen, hat Rahel Hefti nicht. Sie lasse sich vor allem durch Musik und Orte inspirieren. «Dann kommen die Ideen von selbst.» Ein nächstes Werk der Höfnerin wird bestimmt nicht allzu lange auf sich warten lassen. Eines sei nämlich schon fast fertig. «Wenn ich etwas fertig geschrieben habe, frage ich mich zuerst, ob das Geschriebene auch für andere interessant wäre.» An «Rette mich nicht» habe die Schriftstellerin rund zwei Jahre gearbeitet. Sie mache sich keinen Druck, irgendwann einmal einen Bestseller zu schreiben. «Mein Ziel ist es, die Leute zu unterhalten, und dass sie Freude an meinen Geschichten haben.»


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Jamina Straub

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

13.02.2018

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