Chrigel Häberli (Roland Ott, links) und Kaspar Binggeli (Ueli Fässler) bekommen im Brunnentrog ein Bad ab. Bilder: Konrad Schuler
Chrigel Häberli (Roland Ott, links) und Kaspar Binggeli (Ueli Fässler) bekommen im Brunnentrog ein Bad ab. Bilder: Konrad Schuler
Chrigel Häberli (Roland Ott) und Trudi Stampfli (Silvia Bisig) haben es nicht leicht, die turbulenten Ereignisse auf dem Hof in die richtigen Bahnen zu lenken.
Chrigel Häberli (Roland Ott) und Trudi Stampfli (Silvia Bisig) haben es nicht leicht, die turbulenten Ereignisse auf dem Hof in die richtigen Bahnen zu lenken.

Bühne

Premierenpublikum war rundherum zufrieden

Die Theatergesellschaft Oberiberg begeisterte am Donnerstagabend mit dem Lustspiel «Flitterwuche uf em Holderbäselihof» das Publikum.

Vom Anfang bis zum Schluss lebte die rund dreistündige Darbietung von turbulenten, spassigen, humorvollen und verwirrenden Episoden. Ein Höhepunkt folgte dem anderen. Es lief in allen drei Akten von A bis Z kugelrund. Alle zehn Laienschauspielerinnen und -spieler spielten ihren Part wunderbar. Die Rollen wurden hervorragend interpretiert und gespielt. Immer wieder wurden lokale Begebenheiten und Namen mit ins Repertoire genommen, was im Publikum natürlich die Stimmung zusätzlich anheizte.


Schauspieler erheiterten die Zuschauer


Die Gäste an der Premiere waren sich durchwegs einig, dass die Theaterleute Oberiberg eine grossartige Leistung gezeigt hatten. Wo man sich herumhörte in den Pausen und nach der Vorführung, bekam man nur lobende Worte zu hören. Szenenapplaus und Gelächter reihenweise zeugten davon, dass sich die Besucherinnen und Besucher immer wieder köstlich amüsierten. Das Stück lebte von träfen Sprüchen und markanten Worten ebenso wie von turbulenten und heiteren Szenen.


Erben standen reihenweise an


Zum Inhalt des Lustspiels «Flitterwuche uf em Holderbäselihof» von Josef Brun: Da die kinderlosen Meistersleute auf dem friedlichen Holderbäselihof verstorben sind und angeblich keine Verwandten haben, sehen sich die Angestellten Trudi Stampfli (Silvia Bisig) und Chrigel Häberli (Roland Ott) als vermeintliche Erben des Hofes und des vielen Geldes. Da sie sich der Sache sicher sind, preisen sie den Hof als Ferienort an. Vor dem eindrücklichen Bühnenbild liefern sich die beiden einen faszinierenden Dialog. Aus dem Radio ertönt derweil die Meldung, dass aus dem Gefängnis in Biberbrugg zwei Häftlinge ausgebrochen seien. Unterdessen müssen auch noch Telefonanrufe zuhauf bewältigt werden, denn der Hof scheint ein beliebtes und reizvolles Feriendomizil zu werden. Zum Schluss sollen zwei der unzähligen Sprüche noch zu einem Besuch motivieren. So redet Chrüter Berti von «Baumstamm versetzt» statt «Stammbaum versetzt» oder davon, dass «nur Leute, die nicht gut sehen, heiraten».


Bote der Urschweiz / kos

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

28.12.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/t2vWxn