«Ein Traum wäre Joe Bonamassa.» Remo Camenzind Geschäftsführer Mix Max Music Bild: Nicole Auf der Maur
«Ein Traum wäre Joe Bonamassa.» Remo Camenzind Geschäftsführer Mix Max Music Bild: Nicole Auf der Maur

Musik

«Der Blues wurde in den letzten Jahren sichtlich entstaubt»

Das Blues’n’More geht in die vierte Runde – mit der Henrik Freischlader Band, Marc Amacher und Dr. Feelgood. Remo Camenzind, Organisator und Geschäftsführer von Mix Max Music erklärt, wieso man auf Bands zurückgreift, die bereits hier waren.

Mit Remo Camenzind sprach Nicole Auf der Maur


Nicole Auf der Maur: Wieso gibt es im September und November eine weitere Auflage des Blues’n’More?


Weil die Nachfrage nach Blues in der Region nach wie vor vorhanden ist und wir auf drei sehr erfolgreiche Blues’n’More zurückblicken können.


Hat es viele Bluesfans bei uns?


Immer mehr, denn auch der Blues hat sich weiterentwickelt und begeistert heutzutage Jung und Alt. Das ist handgemachte Musik mit ehrlichen, leidenschaftlichen und energetischen Attitüden. Der Blues wurde in den letzten Jahren sichtlich entstaubt und dies beweisen Künstler wie Gary Clark Jr, Joe Bonamossa und so weiter. Darum erstaunt es mich nicht, dass auch viele junge Personen aus der Region zu den Blues’n’More-Konzerten kommen.


Was wollen Sie mit dem Blues’n’More bewirken?


Da bei uns in der Agentur der Blues eine sehr wichtige und zentrale Rolle spielt und wir mit diversen hochkarätigen Blues-Künstlern aus dem In- und Ausland zusammenarbeiten, war für uns klar, dass wir auch in der Region die Bluesmusik noch mehr fördern wollen und den Personen aus der Region die vielen schönen Facetten dieses Musikstiles näherbringen möchten. Weiterhin versuchen wir, auch grössere Bluesmusiker, welche normalerweise in grösseren Hallen oder an Festivals spielen, ans Blues’n’More zu locken. Dies ist jedoch nicht so leicht wie gesagt, aber es war uns beispielsweise bei Walter Trout gelungen. Ebenfalls wollen wir unsere Gäste mit Ausnahme-Bands überraschen, welche noch nicht den grossen Namen haben beziehungsweise hatten, aber die vor Spielfreude nur so strotzen und eine Qualität auf die Bühne bringen, die uns umhaut.


Henrik Freischlader, Dr. Feelgood, Marc Amacher. Dies sind die Namen der diesjährigen Auflage. Alle haben schon mal in unserer Region oder gar im «Gaswerk» gespielt. Wieso bringen Sie diese Musiker erneut?


Henrik Freischlader trat vor Jahren mal in Gersau auf. Wir kennen Henrik schon eine Weile und haben des Öfteren schon mit ihm zusammengearbeitet. Nach zahlreichen Experimenten, ob im Trio oder mit einer achtköpfigen, international besetzen Big-Band, kehrt Henrik Freischlader nun wieder dorthin zurück, wo für ihn alles begonnen hat – zum Blues! Das war der auschlaggebende Punkt, wieso wir Henrik mit seinem neuen Material für das Blues’n’More gewinnen wollten, denn er kehrt nach zahlreichen Experimenten zum Blues zurück. Und wir freuen uns ungemein auf das Konzert mit ihm und sind definitiv sehr gespannt auf das neue Material.


Und Marc Amacher?


Marc Amacher spielte schon mal mit Chubby Buddy in der Gaswerk Eventbar. Der Sound und das Setup ist jedoch nicht mehr vergleichbar, anstelle eines Duos wird Marc Amacher mit einer ganzen Band und einem neuen Album am Blues’n’More auftreten. Marc Amacher macht nicht Musik, er ist Musik – mit Leib und Seele. Der echte Blues, der originale Boogie-Woogie und der authentische Rock n‘ Roll gehen mir mit Marcs rauchiger Stimme direkt unter die Haut.


Dr. Feelgood waren im 2016 in Seewen zu Gast.


Dr. Feelgood traten bei der zweiten Ausgabe des Blues’n’More auf und das Konzert war schlichtweg magisch. Die Gäste, die da waren, wissen, wovon ich spreche, es war eines der besten Konzerte am Blues’n’More und die Stimmung war sensationell. Wir haben sehr viele Rückfragen bekommen, ob wir die Band nochmals bringen könnten. Da die Tour und das Routing von Dr. Feelgood auf ihrer Europatournee für Seewen ideal gepasst hat, konnten wir bei dieser tollen Gelegenheit nicht Nein sagen.


Auf welche Neuheiten darf man gespannt sein?


Wie bereits erwähnt sind zwei von drei Bands des Blues’n’More mit neuem Material unterwegs, man darf sich also auf viele neue Songs freuen. Und speziell bei Marc Amachers Konzerten gibt es immer wieder Überraschungen.


Wird es jährlich ein Blues’n’More geben?


Solange die Rückmeldungen zum Blues’n’More positiv sind und die Nachfrage stets vorhanden ist, werden wir das Blues’n’More jährlich durchführen.


Welche Band möchten Sie unbedingt mal am Blues’n’More haben?


Ein Traum wäre es, Joe Bonamassa fürs Blues’n’More zu gewinnen, aber da müssen wir realistisch sein. In dieser Grössenordnung, in der sich Joe Bonamassa bewegt, wird das leider sehr schwierig werden.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.08.2018

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schwyzkultur.ch/5rvXZc