Die Ballett-Tänzerinnen zeigten schöne Choreographien im Märchenwald. Fotos: zvg
Die Ballett-Tänzerinnen zeigten schöne Choreographien im Märchenwald. Fotos: zvg

Bühne

Sommernachtstraum mit «À la barre»

Ballettlehrerin Joelle Riedi-Bigler führte am letzten Wochenende im Theatersaal der Stiftsschule Einsiedeln mit 81 Mädchen und jungen
Frauen «Ein Sommernachtstraum» frei nach William Shakespeare auf.

Die Vorbereitungen für das Stück begannen letzten Herbst im Kurslokal «À la barre» im Zentrum Waldstatt, intensivierten sich ab Januar, bis sie am letzten Wochenende zur Vollkommenheit gereift waren. Die Tänzerinnen wurden bereits ab Mittag von Freiwilligen geschminkt, frisiert und kostümiert. Das Bühnenbild musste angebracht werden und das Lampenfieber stieg von Minute zu Minute. Die Komödie «Ein Sommernachtstraum » vom englischen Dramatiker William Shakespeare wurde von der studierten Bewegungspädagogin Joelle Riedi-Bigler so adaptiert, dass es für ihre 3- bis 27-jährigen Schülerinnen tanzbar wurde.


Bühne frei


Das Bühnenbild verführte das rund 300-köpfige Publikum mitten in den verzauberten Wald in der Nähe des antiken Athens. Zu Felix Mendelssohns Musik tanzten und tänzelten die Feen und Elfen auf die Waldlichtung und begeisterten mit ihrer Leichtfüssigkeit und ihrer Ausdrucksstärke. Die Elfen und Feen sorgten sich um die kleinen, übermütigen Igel und Eichhörnchen. Willow, der König des Waldes, erfüllte Titania, der Königin der Feen, ihren grössten Wunsch, sein neues Schlafnest auszuprobieren. Die Elfen Puck und Bel verwandelten sie in einen Esel und liessen sie träumen, dass der Esel ihr bester Freund sei. Als sich Menschenkinder zu einem Picknick im Wald niederliessen, wurden sie von den kleinen Elfen geneckt. Schlussendlich wurde Willow klar, dass der Spass zu weit ging und er rief alle zusammen, um wieder Ordnung zu schaffen. Die Choreografie der Ballettlehrerin, die fantasievollen Kostüme, die pastellfarbigen Tüllröckchen und die Anmutigkeit der Tänze, Reigen und Sprünge begeisterten die Besucher und sie dankten mit minutenlangem, tosendem Applaus.


Hospital Tansen in Nepal


Die Aufführung des Balletts war kostenlos, doch wurde eine Kollekte zugunsten Mission Hospital, Tansen in Nepal, empfohlen. Die Ballettlehrerin wurde 1977 in Nepal geboren und hatte vier Jahre lang dort gelebt. Kurz nach dem grossen Erdbeben 2015 reiste sie mit ihrer Familie nach Nepal zurück. Sie will den Bau einer Kläranlage und eines Abwassertanks für das Hospital unterstützen und setzt damit das Lebenswerk ihrer Eltern fort.


Einsiedler Anzeiger / sch

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

28.05.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/LFNy3P