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Schwyzer Trachten von verschiedenen Moderichtungen beeinflusst
«Das Schweizer Trachtenbuch» bringt das Wissen über das Trachtenwesen in ihren Heimatkantonen zusammen.
«Das Schweizer Trachtenbuch. Geschichte, Handwerk, Kultur» ist das neue Standardwerk zu den Schweizer Trachten. Es ist anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schweizerischen Trachtenvereinigung erschienen.
In diesem ausführlichen, sehr schön ausgearbeiteten Werk haben Spezialistinnen und Historiker sowie Schneiderinnen und Kunsthandwerker aus allen 26 Kantonen das Wissen über die Trachten und das Trachtenwesen in ihren Heimatkantonen sorgfältig zu sammengetragen, kuratiert und be schrieben.
«Das Buch fungiert als aktuelles Referenzwerk, als sichtbares Zeugnis gelebter Geschichte und als Beweis, dass die Schweizer Trachtentradition heute genauso lebendig und bedeutsam ist, wie sie es vor hundert Jahren war», schreibt der Haupt Verlag, in dem das Buch erschienen ist. Bereits im Vorwort spricht Denise Hintermann, Präsidentin der Schweizerischen Trachtenvereinigung, von einem «lebendigen Erbe».
Eigenheiten jedes Kantons
Der spannende historische Teil zeigt den Wandel der Schweizer Trachten auf. Ebenso werden Trachtenreisen beschrieben – schon im Juli 1935 fuhr eine offizielle Delegation nach London zum internationalen Volkstanz-Kongress – sowie farbenfrohe Feste, beliebte Volkstänze, Volksliederchöre und Sing bewegungen. Den Hauptteil des Buches machen die Beschreibungen der einzelnen Kantone und ihrer Trachten aus. 370 vor Ort entstandene Fotografien zeigen Trachten in aussergewöhnlicher Detailtreue. Das Buchteam besteht aus Silvan Bucher (Fotografie), Dunja Rutschmann (Fachfrau Trachten), Christian Hug (Redaktion) und Ivan Zumbühl (Organisation).
Drei Schwyzerinnen verfassten Text
«Genau so einzigartig, wie die Hausmusik aus den Schwyzer Häusern erklingt, sind auch die Trachten aus jedem Verein», heisst es zu den Trachten im Kanton Schwyz. Den Text zu Schwyz haben Sabrina Kamer-Weber aus Reichenburg, Vreni Lüönd-von Rickenbach aus Sattel und Karin Nötzli-Keller aus Altendorf verfasst.
Woher stammt der Name Ging gang? Wo gibt es Unterschiede zwischen ledigen und verheirateten Frauen? Und wie erkennt man diese? Warum wird bei der Festtagstracht vor allem Seide, Damast oder Brokat ge wählt? Wieso spielt die Huusmusig mit Haushaltsgeräten? All diesen Fragen gehen die drei Trachtenexpertinnen auf den Grund.
«Durch die Pilgerschaft nach Einsiedeln und die geografische Lage des Kantons als Ausläufer der internationalen Handelsachse über den Gotthard wurden die Schwyzerinnen und Schwyzer immer wieder von verschiedenen Moderichtungen beeinflusst. Auch die Stilepochen Frankreichs hinterliessen ihre Spuren in unserer Region. Daher ist es nicht abwegig, dass wir auf drei historische Trachten stolz sein dürfen», schreiben Kamer-Weber, Lüönd-von Rickenbach und Nötzli-Keller. Die erste sei die Märchler Markttracht, die zweite die Muotathaler Herrentracht und die dritte die Küssnachter Männer tracht.
Die prächtigen Bilder von Silvan Bucher entstanden in der Ital-Reding Hofstatt und im Ital-Reding-Haus in Schwyz. Bis auf wenige Ausnahmen stammen alle Personen auf den Fotos im Buch aus den jeweiligen Trachtenvereinigungen.
Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur
Autor
Bote der Urschweiz
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Kategorie
- Brauchtum / Feste
- Literatur
Publiziert am
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www.schwyzkultur.ch/vtw4r6