Die John Doe Band nahm die Single analog auf. Bild: PD
Die John Doe Band nahm die Single analog auf. Bild: PD

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«Da hat man null Korrekturmöglichkeiten»

Die John Doe Band veröffentlicht am 30. Mai ihre Single «Nothing At All». Diese hat sie live bei Ralph Zünd aufgenommen – analog, ohne Computer.

Eine limitierte Auflage von 300 Stück wird es geben. Die John Doe Band wird die Vinyl-Single «Nothing At All» am 30. Mai im «Gaswerk» in Seewen vorstellen. Die Single verfügt ebenfalls über eine B-Seite mit einer Ballade aus dem Archiv. «More Than Myself» wird von Schlagzeuger Lukas Bürgler gesungen. Aufgenommen wurde die Vinyl-Single auf unkonventionelle Weise im Studio 2-inch-records von Ralph Zünd in Goldau.


«Es ist so wie beim Zirkusakrobaten ohne Netz»


«Wir wollten herausfinden, was passiert, wenn wir im Studio ohne Computer aufnehmen», sagt Andreas Betschart. Ralph hat die Aufnahmemöglichkeit «straight2tape» ins Leben gerufen. «Mithilfe des Computers kann jeder Stümper zum Elvis mutieren», sagte sich die John Doe Band und wagte sich gleich selber aufs Glatteis. «Wenn man im Aufnahmestudio keine Korrekturmöglichkeiten hat, muss man richtig, richtig gut sein. Im Prinzip ist es wie beim Zirkusakrobaten ohne Netz und doppelten Boden», meint die Band. Die Musiker hatten deswegen hart auf den Aufnahmetag hingearbeitet. «Gnadenlos nahm uns an einem jenem Novembertag die «Studer»-Bandmaschine in die Zange und offenbarte unbarmherzig den Stand der Dinge zwischen Top und Flop» sagten die Musiker. Eine Aufnahme gefiel den Herren der John Doe Band dann aber richtig gut. «Es ist nicht so, dass da alles perfekt ist, aber irgendwie steckt das gewisse Etwas drin, welches zum entspannten Kopfnicken inklusive Big Smile verleitet», sagt Andreas Betschart. Die Vinyl-Single wird am 30. Mai im «Gaswerk» veröffentlicht. Damit der digitale Hörer nicht verzweifelt, wird ein Download-Code beigelegt.


Alles ist live und ohne Computer


Bei «straight2tape» wird die Platte in Live-Sessions analog aufgenommen und gemischt. Auch die Weiterverarbeitung im Mastering oder in der Plattenherstellung ist ausschliesslich analog – wie es die Beatles und Elvis Presley kannten. «Vom Mikrofon bis auf die Schallplatte durchläuft das Audiosignal keinen einzigen Computer», sagt Ralph Zünd.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.05.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/UNieMC