Der Musikverein Galgenen überzeugte mit präzisem Spiel. Bild Kurt Kassel
Der Musikverein Galgenen überzeugte mit präzisem Spiel. Bild Kurt Kassel

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Es harmoniert seit zehn Jahren

Das alljährliche traditionelle Konzert des Musikvereins Galgenen stand dieses Mal ganz im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums ihres Dirigenten Reto Walker. Erstmals spielten die Musikanten ihr Konzert in der Turnhalle des Tischmacherhofs.

Vor zehn Jahren kam Reto Walker zu den Galgener Musikanten. Es ist ihm gelungen, dem Verein seinen musikalischen Stempel aufzudrücken. Das konnte man auch am Samstagabend an seinem Jubiläumskonzert hören. Der Urner hat es verstanden, seine Philosophie und sein Verständnis von Musik im Musikverein Galgenen einzubringen. In Luzern wohnhaft, fährt er jeden Mittwoch zu den Proben nach Galgenen. Seine fordernde, kompromisslose Art wurde vom Verein bald einmal erkannt und anerkannt. Walker gibt sich nicht so schnell zufrieden, und so hat er den Verein musikalisch auch weiter gebracht. Der bisherige Höhepunkt war bestimmt das letztjährige Eidgenössische Musikfest in St. Gallen, an dem der Verein ein Spitzenresultat erzielte. Die Musikanten schätzen ihren Dirigenten, und der Dirigent schätzt seine Musikantinnen und Musikanten. So dürfte die erfolgreiche, erfreuliche Zusammenarbeit noch lange weitergehen. Das Konzert am Samstagabend war ein Rückblick auf zehn erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit. Es wurden musikalische Highlights gespielt, die den Klangkörper des Orchesters voll zur Geltung brachten. Es fing an mit dem Marsch «Arsenal» des Holländers Jan van der Roost. Bei «By the rivers of Babylon» des Amerikaners Ed Huckeby hatte man das Gefühl, die Musik auf einer Flussfahrt zu hören. Die Filmmusik «La Storia» führte dann wieder in ruhigere Gewässer. Dann wurden die Besucher mit «Crime Time» in die Welt der Krimiserien geführt. Die bekannten Einführungsmelodien von «Tatort», «Derrick» oder «Ein Fall für Zwei» wurden wie alle Musikstücke mit wunderschönen Bildern untermalt, die von Vizepräsidentin Anita Schwyter zusammengestellt wurden. «Schwarzwaldmusikanten » und «Wiener Walzer Melange» bewegten die Gemüter, und «Concerto d’Amore», «Backdraft«, «Beauty and the Beast», «Vivo per lei» und das russische Medley «Glasnost» beschlossen das Konzert. Nach den verlangten Zugaben «Another day in Paradies» und «Juventus» wurden die Musikanten mit viel Applaus verabschiedet. Ein Kompliment gehört den beiden jugendlichen Moderatorinnen Noemi und Julia, die es verstanden, auf erfrischende Art von Musikstück zu Musikstück überzuleiten.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.04.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/tnncTa