Das russische Vokal-Ensemble Lyra. Bild Janine Jakob
Das russische Vokal-Ensemble Lyra. Bild Janine Jakob

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Russlands schönste Stimmen

Drei Sängerinnen und drei Sänger des russischen Vokal- Ensembles Lyra aus St. Petersburg erfreuten in Tuggen zahlreiche Besucher mit russischer Kirchenmusik, Volksliedern sowie Arien mit Klavierbegleitung.

Nach zwei Jahren hat Tuggens Kirchenratspräsident Jürg Wyrsch erneut Solisten der Vereinigung professioneller Musiker der russischen Chorgmeinschaft Lyra aus St. Petersburg willkommen geheissen. Er tat dies vor einem grossen Publikum in der katholischen Kirche Tuggen – und in russischer Sprache. Erster Soprano und Chorleiterin Irina Suchodolove hatten unter der Organisation der privaten Initiantin Rita Wagner aus Uznach ein Konzertprogramm aus drei Teilen zusammengestellt. Im ersten Teil trugen die sechs Berufsmusiker Gesänge aus der russisch-orthodoxen Kirche wie «Gott, erhöre mein Gebet» von Konstantin Schwedov (1886 bis 1954) vor. Darunter wurden auch Lieder in alt-slawischer Sprache vorgetragen, welche bis heute gesungen, aber nicht von jedem Russen verstanden werden. Ganz nach der Tradition wurde ohne instrumentelle Begleitung gesungen, denn in russisch-orthodoxen Kirchen gab und gibt es weder Orgeln noch andere Instrumente.

Magische Musik

Im zweiten Teil folgten Arienlieder und Romanzen berühmter Komponisten auch von ausserhalb Russlands unter Klavierbegleitung. Im letzten Teil folgten berühmte Volkslieder aus dem alten Russland wie «Van’ka-Tanka » von Alexander Sergeyevich Dargomyzhsky (1813 bis 1869) und «Der kleine Weg». Beim über 60-minütigen vielseitigen Konzert mit unter anderem der Zugabe von Johannes Brahms’ (1833 bis 1897) «Guten Abend gute Nacht» haben sich die drei Künstlerinnen und Künstler in die Herzen der Zuhörer gesungen. Jene honorierten ihren Gesang auf höchstem Niveau mit einer Standing Ovation. Ob ursprünglicher einstimmiger Gesang – ähnlich wie bei den gregorianischen Chorälen – oder zweistimmig mit einer permanenten Stimme und einer Stimme mit Melodie beziehungsweise Entwicklung, die Musik hatte etwas Magisches, war tiefgründig und führte immer wieder zu kaltem Schauer.

Lachen und Applaus

Die Volkslieder, vorgetragen in bunten traditionellen Kleidung – bei den Frauen im Hochzeitskleid für Bäuerinnen –war heiter, und die Geschichten, wie sie einführend jeweils kurz erklärt wurden, brachten das Publikum zum Lachen. Auch wenn man kein Wort verstand – die Mimik und Gestik und die Art des Gesangs liessen verstehen und amüsierten die Anwsenden.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.03.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/XQFhLZ