60 Jugendliche übten sich im Breakdance und die Jugendlichen lernten schnell. Bild Kira Leuthold
60 Jugendliche übten sich im Breakdance und die Jugendlichen lernten schnell. Bild Kira Leuthold

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«Von einem unsichtbaren Faden in die Höhe gezogen»

Der Samstag gehörte dem Tanz und dem Rhythmus. Mehr als 60 Jugendliche nutzten die Möglichkeit, am Nachmittag bei einem Workshop der Tänzergruppe Dirty Hands in die Welt des Breakdance einzutauchen. Am Abend traten Dirty Hands im Maihofsaal in Schindel legi selbst auf – und auch die Jugendlichen konnten zeigen, was sie gelernt hatten.

«Stellt euch vor, euer Handgelenk wird von einem unsichtbaren Faden in die Höhe gezogen.» So erklärte Jan Dossenbach, einer der drei jungen Männer der Breakdance-Gruppe Dirty Hands aus Baar, den ersten Schritt der «wave», auf Deutsch «Welle«, und zeigte die Tanzbewegung vor. Die rund 30 beobachtenden Jugendlichen machten sie mit erstaunlicher Geschicklichkeit nach. Die Begeisterung war riesig: «Die Kinder üben bereits den ganzen Nachmittag», sagte Lotti Keist, Gemeinderätin und Vertreterin der Kulturkommission Feusisberg, «und die Konzentration hält dauerhaft an.»

Zeigen, was sie gelernt haben

Im Nebenraum übten die beiden anderen «Dirty Hands» – Michael Hofmann und Mark Dossenbach – mit weiteren 30 Jugendlichen bereits die Choreographie für die Show am Abend. Diese Hälfte der über 60 teilnehmenden Jugendlichen hatte sich entschieden, nach nur einem halben Tag Training aufzutreten. «Wir möchten den Kindern während unserer Show am Abend die Möglichkeit bieten, zu zeigen, was sie gelernt haben», so Jan Dossenbach. Und gelernt hatten sie bereits viel: Zu rhythmischer Hip-Hop-Musik zeigten die Jugendlichen zwischen zehn und 20 Jahren gekonnt erste «Footworks» (tanzen auf dem Boden) und «Freezes» (verharren in einer Position).

Profis amWerk

Profi-Breakdance konnte man bei der Dirty Hands-Show am Abend geniessen. Die drei jungen Männer präsentierten bei einer spektakulären Show ihre Kunst: Ein Mix aus leidenschaftlichem Tanz, atemberaubender Akrobatik und scherzhafter Schauspielkunst. Ein Höhepunkt der Show bot Mark Dossenbach, als er seinen Guinness-Buch-Weltrekord im Drehen auf einem Ellenbogen vorzeigte und mit 17 Umdrehungen sogar brach. Die Show wurde von den drei Dirty Hands humorvoll moderiert. Es wurden laufend Informationen über die vorgezeigten «Moves» eingespeist, und die Zuschauer erhielten Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte des Breakdance. So habe diese Kunstform ihren Ursprung im Ziel, Jugendliche von der Strasse wegzuholen und durch den Tanz negative in positive Energien umzuwandeln, erklärte Jan Dossenbach dem Publikum. Dirty Hands sind seit 2003 professionell als Breakdancer tätig. Sie betreiben eine Tanzschule in Baar und führen regelmässig Workshps und Shows durch.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

21.03.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/pQmMJD