Pfarrer Ernst Sieber am Malen in seinem Euthaler Atelier. Bild pd
Pfarrer Ernst Sieber am Malen in seinem Euthaler Atelier. Bild pd

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Zukunft von Siebers Atelier ist noch offen

In Euthal am Sihlsee hatte Pfarrer Sieber sein Malatelier, das ihm sehr wichtig war. Was nun nach seinem Tod damit geschehen soll, ist noch unklar.

Mitte Mai ist Pfarrer Ernst Sieber im Alter von 91 Jahren verstorben. Der sozial stark engagierte Zürcher hatte ein grosses Herz für die Armen und Obdachlosen. Bis zuletzt war er stark engagiert und arbeitete viel.


Was weniger bekannt war, ist, dass Pfarrer Sieber jeweils im Kanton Schwyz seine Batterien aufgeladen hat. In Eu­thal am Sihlsee hatte er eine kleine Hütte sein Malatelier. «Dort fand Pfarrer Sieber die Ruhe und Kraft, die er für seine Arbeit benötigte. In Euthal konnte er auch seine kreative Ader in der Malerei ausleben», sagt Walter von Arburg, Leiter Kommunikation der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Er habe sich in den Kanton Schwyz nicht nur zum Malen, sondern auch zum Nachdenken zurückgezogen – vor allem zu Zeiten, als er noch Pfarrer war. Allerdings sei seine Freizeit knapp gewesen.


Auch im hohen Alter war er noch am Sihlsee anzutreffen, sofern es seine Gesundheit zuliess. «Die Reise ins Ybrig und zurück ermüdete ihn aber zunehmend», erinnert sich von Arburg. Sieber habe sich aber stets als ein Innerschwyzer, als ein Ur-Schwyzer, empfunden. «Mit Hirthemd und Holzschuhen gekleidet, hat er sich in der Tradition der Schwyzer Knechte und Bauern verstanden», erklärt von Arburg.


Was nun mit dem Malatelier passieren wird, weiss die Familie Sieber noch nicht. «Das ist noch nicht geklärt», so von Arburg.


Bote der Urschweiz / Christoph Clavadetscher

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

19.07.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/Mm3CCe