Giigäbank- Präsident Daniel Heinzer beim Präsentieren der neuen, Handyoptimierten Homepage, auf der viele Volkslieder abrufbar sind. Bild: Guido Bürgler
Giigäbank- Präsident Daniel Heinzer beim Präsentieren der neuen, Handyoptimierten Homepage, auf der viele Volkslieder abrufbar sind. Bild: Guido Bürgler

Dies & Das

Musik

347 Volkslieder ab dem Smartphone singen

Der Verein Giigäbank präsentierte kürzlich an seiner GV eine neue Homepage, auf der die Texte von 347 Volksliedern aufgerufen werden können. Die Lieder stammen aus Muotathal und Illgau.

Wer kennt diese Situation nicht? Man sitzt in einer geselligen Runde beisammen, jemand stimmt ein Volkslied an. Die Melodie ist zwar vielen bekannt, doch beim Text hapert es. Vielleicht kann man die erste Strophe noch singen, aber dann ist für gewöhnlich Schluss. Dieser Sache hat sich der Verein Giigäbank angenommen. Er konnte die Restbestände von zwei beliebten Liederbüchlein erwerben. Eines erschien 1979 in Muotathal, das andere 1988 in Illgau. Später wurden sie sporadisch ergänzt. Damit man diese Lieder in Zukunft auch in digitaler Form bequem ab Handy oder Tablet singen kann, hat der Verein eine eigene Homepage realisiert (keine App). So kann man neu unter dem Link https://lieder.giigaebank.ch/ ein Stichwort eingeben, und schon werden Liedvorschläge präsentiert, in denen dieses Stichwort vorkommt. Vorstandsmitglied Peter Betschart, der bei der Realisierung des Projektes federführend war, meinte kürzlich am Rande der 10. Giigäbank-GV: «Es ist eine Investition für die Zukunft und in die Jugend. Wir hoffen, dass etliche dieser alten und neueren Lieder wieder vermehrt zu hören sein werden.» Das Lied «Im Muotaland isch schön» wurde an der GV im Restaurant Alpenrösli denn auch via Handy gemeinsam gesungen.


Komponistin Cecilia Schmidig würde 100-jährig


Der Verein Giigäbank hatte letztes Jahr zum dritten Mal einen Büchelblas-Kurs durchgeführt. Zudem organisierte die Landjugend Muotathal-Illgau im Auftrag von Giigäbank einen «Räschtli»-Tanzkurs und einen «Schloffätanz» mit «Tanzschenkermeitli». Viele Jugendliche machten begeistert mit. Auch im neuen Vereinsjahr sind wieder mehrere volkskulturelle Anlässe geplant. So findet am Sonntag, 8. September, in der Pfarrkirche Muotathal ein Kirchenkonzert im Gedenken an Cecilia Schmidig (1919—2012) statt. Die Komponistin vieler bekannter Lieder wie «Uf um Stoos ob Schwyz», «Im Muotaland isch schön» oder «Hochsiggloggä» würde nämlich heuer 100 Jahre alt. Im Konzert wirken viele Nachkommen von Cecilia Schmidig mit. Der zweite Anlass zu Ehren von Cecilia Schmidig geht am Mittwochabend, 30. Oktober, im Restaurant Alpenrösli über die Bühne. Geplant ist ein geselliger Liederabend, an dem Schmidig-Lieder gesungen werden. Aus Anlass 100 Jahre Cecilia Schmidig wird am 8. September ein Notenheft mit rund 60 Schmidig-Liedern sowie eine CD mit alten und bisher unveröffentlichten Liedern erscheinen.


Verein zählt aktuell 272 Mitglieder


Ein weiterer Höhepunkt des Giigäbank-Vereinsjahres ist der 12. Muotitaler-Ländlersunntig vom 29. Dezember. An der Giigäbank-GV nahmen rund 50 der aktuell 272 Mitglieder teil. Sie genehmigten alle traktandierten Geschäfte. Einstimmig wiedergewählt wurden Präsident Daniel Heinzer, Aktuarin Jolanda Schmidig und Kassier Franz Föhn. Dieser hatte die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 2619 Franken abschliessen können. Bestätigt wurde auch Rechnungsrevisor Remy Suter. Die GV war mit viel Humor gespickt und wurde vom jungen Handorgelduo Angela und Cécile – mit Florin am Bass – musikalisch schön umrahmt.


Bote der Urschweiz / Guido Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das
  • Musik

Publiziert am

26.06.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/AisMrg