Eine Bühne, zwei Wohnungen, zwei Ehefrauen: Taxichauffeur Hugo Meier (Lukas Gisler) ist zwischen seinen Frauen Brigitte und Monika (Judith Keller, links, und Petra Keller) hin und her gerissen. Auch sein bester Freund kann ihm nicht helfen. Bild A. Föll
Eine Bühne, zwei Wohnungen, zwei Ehefrauen: Taxichauffeur Hugo Meier (Lukas Gisler) ist zwischen seinen Frauen Brigitte und Monika (Judith Keller, links, und Petra Keller) hin und her gerissen. Auch sein bester Freund kann ihm nicht helfen. Bild A. Föll

Bühne

Rasante Beziehungskomödie

Zwei Ehefrauen, zwei Wohnungen, zwei Polizisten und mitten drin Taxifahrer Hugo Meier, der irgendwie aus dem ganzen Schlamassel herauskommen will. Ideale Voraussetzungen also für die abwechslungsreiche Verwechslungskomödie, welche die Theatergruppe Altendorf zum Besten gab.

Lukas Gisler als Hugo Meier hat es nicht einfach: Neben seinem Job als Taxichauffeur hat er auch eine Doppelehe zu bewältigen. Die eine Frau wohnt in Wollishofen, die andere in Adliswil, und keine wusste bislang von der anderen. Bis eine Schlägerei mit einer Rockerbande die Sache ins Rollen bringt: Zwei Polizisten, gespielt von Ruedi Diethelm und Christian Winter, sind Hugo Meier wegen seinen widersprüchlichen Angaben zum Zwischenfall auf die Schliche gekommen, während die beiden Ehefrauen, dargestellt von Petra und Judith Keller, rätseln, was ihr gemeinsamer Mann in der letzten Nacht wieder angestellt hat.

Erstens kommt es anders...

Bei seinen verzweifelten Versuchen, die Dinge wieder ins Lot zu bringen, erhält Hugo Meier Unterstützung von seinem Freund Oskar Stöckli (gespielt von Horst Warasch), ein arbeitsloser Lebenskünstler, der Arbeit scheut wie der Teufel das Weihwasser. Natürlich kommt alles anders als geplant, und innert kurzer Zeit verstricken sie sich in den abenteuerlichsten Ausreden und Verwechslungen. Dies bedeutete für die Zuschauer im ausverkauften Dorfgaden natürlich ein Riesengaudi. Einmal mehr hat die Theatergruppe Altendorf mit Jörg Schneiders «Liebi macht erfinderisch » ein Stück gefunden, das einen unterhaltsamen und lustigen Theaterabend garantiert. Da hat es auch nicht gestört, dass sich der Knoten, der aus dem Netz der Verstrickungen entstanden ist, auch am Schluss nicht mehr lösen liess.

Erstmals mit Sponsoren-Essen

Bevor die Aufführung am Freitagabend begann, waren die zahlreichen Sponsoren der Theatergruppe zu einem viergängigen Nachtessen eingeladen. «Das machen wir zum ersten Mal so», erklärte Regisseurin Irene Reichmuth. Neben den acht Personen auf der Bühne haben auch zahlreiche Leute dahinter dafür gesorgt, dass es einen erfolgreichen und pannenlosen Theaterabend gab, wobei vor allem das aufwändige Bühnenbild auffiel.

Kein Nachwuchsproblem

Bereits seit 1983 zieht die Theatergruppe Altendorf begeisterte Laiendarsteller an, die Freude am Theaterspielen haben. «Mich freut vor allem, dass wir keine Nachwuchsprobleme haben», meint Irene Reichmuth. Seit Oktober hat die Gruppe zweimal wöchentlich geprobt. «Ein Stück ist für mich dann gelungen», erklärt Irene Reichmuth, «wenn die Zuschauer bei der Aufführung das Gefühl spüren, das wir entstehen lassen wollen.» Dies ist ihr ein weiteres Mal zweifelsfrei gelungen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

15.03.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/KNNxyu