Edith Schelbert-Bisig (mit Brille) und Regula Trutmann begeisterten mit ihrem Marionettentheater «Das goldene Ei». Bild zvg
Edith Schelbert-Bisig (mit Brille) und Regula Trutmann begeisterten mit ihrem Marionettentheater «Das goldene Ei». Bild zvg

Bühne

Südwind entzückte Kinder wie Erwachsene

Spannende Momente auf der Bühne des Dorfgadens in Altendorf.

«Dr Fuchs,dr Fuchs – Sebastian pass uf – dr Fuchs» schrien die Kinder lauthals zur Dorfgaden-Bühne, als sich plötzlich ein Marionetten-Fuchs aus dem dunklen Bühnen-Hintergrund näherte, um Sebastian Flecklins Würste zu beschnuppern. Die Kinder lebten das gespielte Stück förmlich mit. Begeistert stürmten über 100 Altendörfler Kindergärtler vergangene Woche in den Dorfgaden, wo sie erwartungsvoll und konzentriert der Geschichte «Das goldene Ei» folgten. Ebenso beherzt sangen sie die Lieder mit Ursula Schmidig mit, als diese auf ihrem Akkordeon die Bühnenbildwechsel untermalte. Absoluter Höhepunkt war aber sicher der Moment, als die beiden Darstellerinnen Edith Schelbert-Bisig und Regula Trutmann am Schluss des Stücks die Kinder zu sich nach vorne riefen, um die Marionetten ganz nahe zu sehen und sie auch anfassen zu dürfen. Und wer glaubt, ein Marionetten-Märchen wäre nur für kleine Kinder, irrt gewaltig. An beiden öffentlichen Aufführungen, zu denen der Verein Pro Dorfgaden anlässlich seines 25-jährigen Bestehens eingeladen hatte,waren auch erwachsene Gästen, welche sich genau so freuten und kräftig applaudierten, bedarf es doch grosser Präzision und Geschicklichkeit, eine Marionette gekonnt zu führen und ihr auch noch eine Stimme zu geben. Den Darstellerinnen des Innerschwyzer Theaters Südwind ist es gelungen,Klein und Gross mit dem frei erfundenen Stück und den selbst erstellten Marionetten in den Bann zu ziehen. Die detaillierten Bühnenbilder und kleinen Einzelheiten an den Puppen zeugen von der grossen Liebe und Leidenschaft der Spielerinnen zum Stück.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / eing

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

23.05.2018

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schwyzkultur.ch/bmDcQd