Brauchte für seine Zaubereien nur wenige Requisiten, wusste aber zu begeistern: Pat Perry. Bild Irene Lustenberger
Brauchte für seine Zaubereien nur wenige Requisiten, wusste aber zu begeistern: Pat Perry. Bild Irene Lustenberger

Bühne

Weltmeisterliche Zauberkunst

Zauberweltmeister Pat Perry sorgte am Freitagabend im Dorfgaden in Altendorf für verblüffte Gesichter und viel Begeisterung.

«Das gits doch gar nöd. Das chan ja gar nöd si.» So oder ähnlich tönte es am Freitagabend alle paar Minuten im Dorfgaden. Die Kulturkommission Altendorf hatte den Zauberweltmeister Pat Perry eingeladen und rund 100 Zuschauer leisteten der Einladung Folge. Von der ersten Minute an zog der Zürcher das Publikum in seinen Bann und nahm es mit auf eine Reise in die Welt grandioser Illusionen. Sein Programm «Die Welt als Zauberkasten» beginnt damit, dass er als kleiner Junge in einem Zauberladen einen Trick sucht, dabei über sein Talent stolpert und seine Berufung findet. So verwandelte Pat Perry einen Ball in einen Apfel und eine 20er-Note in einen Hunderter, macht aus zwei Picasso-Bildern eines, lässt den Zauberstab verschwinden und führt auch den klassischen «Fadentrick » auf. Verblüffend war, wie der Apfel aus einem Magritte-Bild plötzlich echt wurde und wie Dinge aus dem Nichts hervorgezaubert wurden. Herrlich war auch seine Version der «zersägten Jungfrau» – «der zersägte Mann» –, mit einer Kettensäge und zwei Handpuppen.

Nicht nur Zauberer

Gekonnt wusste Pat Perry – das sind seine beiden Vornamen – auch die Zuschauer miteinzubeziehen. So fand sich eine Spielkarte, die von einer Zuschauerin persönlich mit ihrem Namen versehen wurde, im rechten Schuh des Zauberes wieder. In einer nächsten Nummer holte er eine 20er- Note aus dem Publikum, verbrennt diese offensichtlich, lässt sie aber nachher lächelnd von einem Zuschauer aus dem Feuerlöscher ziehen. Auch im Gedankenaustausch scheint der 45-Jährige Weltmeister zu sein. So liess er einen Zuschauer einen Gegenstand auf einen Zettel schreiben, bat ihn dann, an den Gegenstand zu denken und zeichnete diesen danach auf ein Blatt Papier. Für Fragezeichen in den Köpfen des Publikum sorgte auch die Nummer, in der ein Zuschauer den Namen einer Stadt aufschrieb und Pat Perry Minuten später einen versiegelten Umschlag – dieser war schon seit Beginn der Vorstellung auf der Bühne – öffnete, in dem der Name dieser Stadt notiert war. Pat Perry bewies am Freitagabend nicht nur, dass er den Titel des Zauberweltmeisters zu Recht trägt, sondern überzeugte auch als hervorragender Geschichtenerzähler. Nach etwas mehr als anderthalb Stunden Show hinterliess er ein begeistertes Publikum, das sich auch auf dem Nachhauseweg noch fragte: «Wie macht der das bloss?» Des Zauberers Antwort darauf würde lauten: «Man muss nicht immer alles wissen.»

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

29.10.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/4iuHMG