Von links: Eleonora Em (Klavier), Donat Nussbaumer (Violine), Lorenz Küchler (Viola), Severin Suter (Violoncello) und Urs Bamert (Klarinette) beim gekonnten Vortragen des «Quintett Op. 11» von Josef Labor. Bild Janine Jakob
Von links: Eleonora Em (Klavier), Donat Nussbaumer (Violine), Lorenz Küchler (Viola), Severin Suter (Violoncello) und Urs Bamert (Klarinette) beim gekonnten Vortragen des «Quintett Op. 11» von Josef Labor. Bild Janine Jakob

Musik

Genussvolles, klassisches Dreikönigskonzert

Das Kammerorchester Accento Musicale erfreute gestern zahlreiche Besucher in Altendorf mit einem Dreikönigskonzert – einer «leidenschaftlichen Romanze». Insgesamt sechs Musiker trugen in zwei Formationen je ein Quintett von Josef Labor und eines von César Franck vor.

Musikalisch romantisch wurde gestern das Neujahr in Altendorf vor dem Mittag eingeklungen. Im fast voll besetzten Saal des Dorfzentrums Altendorf fand das Dreikönigskonzert des Kammerorchesters Accento Musicale mit Eleonora Em, Urs Bamert, Donat Nussbaumer, Meinrad und Lorenz Küchler sowie Severin Suter statt. Im ersten Konzert-Teil wurde das «Quintett Op. 11» für Klarinette, Streichtrio und Klavier, welches Josef Labor um 1900 komponierte, vorgetragen. Bewusst wurde ein weniger bekanntes, aber anspruchsvolles und vielseitiges Werk ausgewählt. Der österreichische, blinde Musiker studierte Musik in Wien.

Schöner Stilmix


Der Stilmix innerhalb der einzelnen Sätze wurde vom Quintett gekonnt und zum Gefallen des Publikums vorgetragen. Der Einfluss von Richard Wagner und Franz Liszt, der Wechsel vom Sechsviertel-Takt zu einem langsamen Thema und schliesslich, gemäss den einleitenden Worten von Urs Bamert, liess sich im letzten Satz sogar eine Art Ländler heraushören – die vier gespielten Sätze wurden mit Applaus honoriert. Im zweiten Teil spielte Accento Musicale in einer leicht anderen Formation mit zwei Violinen und ohne Klarinette das «Klavierquintett f-Moll. Op. 14 von 1879», eines der bedeutenden Werke des bekannten französischen Musikers César Franck. Vom energischen, dramatischen ersten Satz ging es über zum einfühlsamen Lento im zweiten Satz. Beinahe geplant begannen zu den zarten Klängen Schneeflocken langsam vom Himmel zu fallen. Wie in einer romantischen Liebesgeschichte wechselte das Stück schliesslich im letzten Satz zu leidenschaftlich-dramatisch; zum feurigen Allegro. Bild Janine Jakob Die Konzertbesucher waren sichtlich beeindruckt und erfreut über die qualitativ hochstehende Quintett-Romantik. Die Kunst der Musik von Accento Musicale bot schöne, genussvolle und entspannende Momente.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Janine Jakob

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.01.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/A2qqNW