Carlo Stuppia führte mit seinem «wundersamen Bilderreigen » durch die Schönheit der Oberseelandschaften. Bild Tanja Holzer
Carlo Stuppia führte mit seinem «wundersamen Bilderreigen » durch die Schönheit der Oberseelandschaften. Bild Tanja Holzer

Kunst & Design

Diashow fesselte mit Naturpracht

Carlo Stuppia zeigte am Mittwochabend auf Einladung des Kulturvereins Pro Dorfgaden Perlen der Fotografie und begeisterte damit sein zahlreiches Publikum in Altendorf.

Seine Bilder «passieren» nicht, sie entstehen. Carlo Stuppia ist ein Fachmann und Künstler zugleich. Seine Fotografien berühren tief die Natur liebenden Herzen. Am Mittwochabend lud er zur Diaschau im Dorfgaden Altendorf, und die Leute kamen in Scharen. Seine 128 Fotos, aufgenommen in den letzten zehn Jahren rund um den Obersee, beeindruckten auf unbeschreibliche Weise. Die Schönheit unserer Region, die versteckten Winkel und der Jahreszeitenverlauf wirkten wie eine traumhafte Offenbarung. «Es ist alles nah, doch der Weg ist weit», führte Carlo Stuppia durch den wundersamen Bilderreigen.

Stimmungen voraussehen

Beim Lindenwald im Wägital und St. Meinrad unterhalb des Etzels begann Stuppia mit Herbstimpressionen und Nebelformationen. Warm eingepackt in Schal und mit Handschuhen, wechselte er in die nächste Jahreszeit: «So ein Wintereinbruch ist wie ein Sprung ins kalte Wasser». Schilf im morgendlichen Reif und eine Eiszapfenfarm verzauberten im Winterwunderland. Mit Schlüsselblümchen meldete sich der Frühling und im Sommer donnerten die Gewitter über unwirklich scheinende Landschaften. Schimmernde Regenkaskaden und farbintensive Regenbogen verbanden Himmel und Erde. Feuerwerk über Rapperswil-Jona und Lachen kitzelten das Staunen. «Teils hart am Kitsch, aber so ist der Obersee», kommentierte Stuppia die fantastischen Sonnenauf und -untergänge. Am Schiberg stieg der Vollmond empor – solche Aufnahmen seien geplant, erklärte Stuppia, teilweise warte er über Jahre auf solche Fotomöglichkeiten. Zu seinem Job gehört demnach neben ausserordentlichen Fachkenntnissen auch die Fähigkeit, das Wetter und seine Stimmungen voraus zu sehen. Nur fünf bis zehn solcher Ausnahmestimmungen fange er jährlich tatsächlich ein, so Stuppia.

Kalender «Märchler Landschaften 2010»

Die Diashow sei einmalig, erklärte der in Lachen wohnhafte Fotograf, derzeit seien keine weiteren Anlässe in Planung. Schade. Sämtliche Fotos sind jedoch auf www.schlechtwetter.ch zu bestaunen und der Kalender «Mächler Landschaften 2010» ist in Fachgeschäften erhältlich. Exemplare davon wanderten am Mittwochabend, heiss begehrt, über den Tisch.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

30.10.2009

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schwyzkultur.ch/y2bs6x