Herbie Betschart arbeitet live an einem Kunstwerk an Model Michelle. Das Sujet Meer hat er sich vor dem Anfang vorgestellt. Bild Stephanie Péus
Herbie Betschart arbeitet live an einem Kunstwerk an Model Michelle. Das Sujet Meer hat er sich vor dem Anfang vorgestellt. Bild Stephanie Péus

Kunst & Design

Kunst auf nackter Haut

Dem Künstler Herbie Betschart konnte am Freitagabend über die Schultern geschaut werden, während er Model Michelle airbrushte.

Der Dorfgaden füllte sich am Freitagabend mit rund 60 Schaulustigen, die die Kunst von Herbie Betschart live miterleben wollten. Der Besuch lohnte sich; man durfte ihm während seiner konzentrierten Arbeit zusehen. Aber nicht nur das: auch seine Bilder waren zu sehen, die allesamt mit der Spritztechnik entstanden sind. Seine Airbrushbilder sind teils verträumt, teils provokativ und düster. Dies überrascht nicht, denn seine Lieblingsmotive sind Fantasy, Horror und surrealistischeMotive.

Zwei Stunden an der Arbeit

Nicht etwa Betschart selbst begrüsste seine Gäste, sondern das übernahm Roland Jost, Gemeinderat und Präsident der Kulturkommission Altendorf, denn Betschart bereitete sich schon von Anfang an auf sein Kunstwerk an Michelle vor, das er innerhalb von zwei Stunden schaffen musste. Normalerweise müssen die Models sechs Stunden stillstehen, bis ein perfekt beendetes Bodypainting entstanden ist.

Atelierseit12 Jahren

Seit zwölf Jahren besitzt Betschart Geschäft und Atelier in Altendorf und kann mittlerweilen von seiner Kunst leben. Nach einer Malerlehre liess er sich schon mit 21 Jahren für die Airbrushtechnik begeistern. Er hat an internationalen Wettbewerben teilgenommen und war schon oft im Fernsehen, in Fachzeitschriften und Illustrierten zu sehen. An Erfolg scheint es Betschart nicht zu mangeln – obwohl seine Kunst noch oft als anstössig gilt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

12.04.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/VnnGGU