Galeristin Sonja Kuriger (rechts) stellte ihre Künstlerinnen und Künstler vor, mit denen sie eine langjährige, enge Zusammenarbeit verbindet. (Bild: mem)
Galeristin Sonja Kuriger (rechts) stellte ihre Künstlerinnen und Künstler vor, mit denen sie eine langjährige, enge Zusammenarbeit verbindet. (Bild: mem)

Kunst & Design

Kunst ohne Schwellenangst

Am Samstag eröffnete Kunst7 in Altendorf offiziell die Kunstgalerie und Kunstschule. Mit einer ungewöhnlichen Performance belegte die Galerie ihr Kredo: die perfekte Verschmelzung verschiedener Kunstrichtungen.

«Ich bin felsenfest überzeugt, dass das Konzept von Kunst7 erfolgreich ist», so Stefan Rohner, Unternehmer aus Herisau und Gesellschafter der Kunst7 GmbH. Seine Laudatio zur offiziellen Eröffnung der Kunstgalerie und Kunstschule in Altendorf liess keine Zweifel offen, dass das von Galeristin Sonja Kuriger geschaffene Konzept der vier verknüpften Kunstbereiche einmalig und ihr die Umsetzung bravourös gelungen ist. Er kenne Kuriger seit langen Jahren, sagte Rohner, und habe ihren Unternehmergeist und ihren eisernen Willen, sich durch alle Hochs und Tiefs durchzubeissen, stets bewundert. «Man verliert die Schwellenangst in dieser besonderen Galerie, weil man hier auch Kunst lernen kann.»

Imponierender Bilderbogen

Und dies nicht «in ein paar Kürsli», betonte Rohner, sondern in wirklichen Kunstkursen. Dies garantiere Henrik Frei Larsson, der nicht nur ein phänomenaler Künstler sei, sondern auch die Erfahrung von 35 Jahren als Dozent mitbringe. Ihm könne im offenen Atelier über die Schulter geschaut werden, was bei Künstlern nicht selbstverständlich sei, sondern auch einzigartig. Die aussergewöhnliche Vielfalt der ausgestellten Werke in der Galerie beindruckte die vielen Besucher sichtlich. Von Öl, Acryl und Mischtechnik bis Siebdruck, Plexikunst und Fotografie – die Stile, Techniken und Materialien bildeten einen imponierenden Bilderbogen zeitgenössischer Kunst. Die dazugehörenden Künstler stellte Kuriger selbst vor und liess deutlich erkennen, wie wichtig ihr der persönliche Kontakt und die enge Zusammenarbeit mit den Kunstschaffenden sind.

Lebendes Kunstwerk als Höhepunkt

Der Höhepunkt des Events war das lebende Kunstwerk, geschaffen von Henrik Frei Larsson, Airbrusher Herbie Betschart und Meister Shaofan Zhu. Zhus bemalter Körper schien gänzlich mit dem feurigen Sonnenbild Frei Larssons zu verschmelzen. Begleitet von Musik und Lichteffekten löste er sich aus dem Zweidimensionalen, tauchte ein in den Raum und verzauberte mitgeschmeidigen und doch kraftvollen Bewegungen, die aus der Faust- und Waffenform des Wushu stammen, um schliesslich im blaugrauen Anlitz von Buddha zu verschwinden.

Zum Thema

- 20.10.2010: Kunst7 - eine Galerie, die Schule macht

Weitere Infos

www.kunst7.ch



March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

08.11.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/X12PjE