Die Taiwanesischen Künstlerinnen Hom und Elainee sowie Stella L’Homme vom Taiwan-Verein Schweiz zeigten am Freitag in Schulklassen in Altendorf, wie ein Comic entsteht.
Die Taiwanesischen Künstlerinnen Hom und Elainee sowie Stella L’Homme vom Taiwan-Verein Schweiz zeigten am Freitag in Schulklassen in Altendorf, wie ein Comic entsteht.
Schnell zeigten sich unter den Schülern wahre Talente. Bilder Frieda Suter
Schnell zeigten sich unter den Schülern wahre Talente. Bilder Frieda Suter

Kunst & Design

Mit acht Bildern eine Geschichte erzählen

Zwei Künstlerinnen aus der Republik China (Taiwan) besuchten Schulklassen in Altendorf und gaben Tipps zum Thema Comic.

Ungewohnte Schulstunden erlebten am Freitag Viertund Fünftklässler in Altendorf. Für einmal galt es, mehr den Augen als den Ohren zu vertrauen. Denn anstelle der Lehrerinnen standen die zwei jungen Taiwanesischen Comic-Künstlerinnen Elainee und Hom vor den Kindern. In Englisch und ergänzt mit Gesten und vor allem mit Zeichnungen erklärten Elainee und Hom, wie ein Comic entsteht. Als Übersetzerinnen halfen bei Bedarf die Lehrerinnen, Stella L’Homme als Vertreterin des Taiwan-Vereins in der Schweiz sowie eine in Altendorf wohnhafte Schülerin mit Eltern aus Taiwan. Mit flinken Strichen zeichnete Elainee auf dem Smartboard den Anfang einer Geschichte. Zunächst einen Jungen, der unter der warmen Bettdecke liegt und von draussen Regentropfen hört. Auf dem zweiten Bild scheint die Sonne ins Zimmer und der Junge quält sich müde aus den Federn in Richtung Küche.


Eigene Idee umsetzen


Die Kinder konnten schnell aus jedem Strich eine Stimmung oder Handlung erkennen. Das regte auch die Fantasie für eigenes Tun an. Nun durften sie Vorschläge machen und Elainee zeichnete mit flinken Bewegungen Hund, Katze, Kinderwagen und Skifahrer. Dabei erklärte sie, dass die Schüler in einem Comic kleine Dinge durchaus gross in den Vordergrund rücken dürfen und wie Bewegungen oder Stimmungen sichtbar gemacht werden. Damit die Altendörfler Kinder auch selber etwas machen konnten, gab es zunächst Zeichnungspapier, das in kleine Felder zu schneiden war.«Denkt euch eine lustige Geschichte aus und zeichnet sie auf acht dieser Felder», lautete die Aufgabe. Elainee zeigte als Beispiel ein kleines Büchlein, in dem sie ebenfalls in acht Bildern von einem Hund erzählte. In unterschiedlichem Tempo und Stil entstanden nun individuelle Geschichten. Bevor die Künstlerinnen ins nächste Schulzimmer wechselten, zeigten sie den Kindern, wie ein zweites Blatt Papier zu einem Büchlein gefaltet werden kann. Sobald die Kinder ihre Zeichnungen fertiggestellt haben, können sie diese auf die einzelnen Seiten kleben und fertig ist der erste eigene Comic. 


Als Botschafterinnen ihrer Kultur unterwegs








Die Comic-Künstlerinnen Elainee und Hom aus der Republik China (Taiwan) sind aktuell in einem Programm für Kulturaustausch in Frankreich tätig. Aufgrund des Chinesischen Neujahrs vom 16. Februar nutzten sie die freien Tage für einen Abstecher in die Schweiz. Über Stella L’Homme vom Taiwan-Verein Schweiz kamen sie nach Altendorf. Dort leben eine Familie aus Taiwan und das Schweizer Paar Beat Züger und Brigitte Fischer Züger, das mehrere Jahre im Auftrag der Bethlehem Mission Immensee in der Republik China tätig war. 




Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Frieda Suter




Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

19.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/SgK9Jv