Der kleine Klaviertänzer zog sogleich die Blicke der Besucher auf sich. Bild Lilo Etter
Der kleine Klaviertänzer zog sogleich die Blicke der Besucher auf sich. Bild Lilo Etter

Kunst & Design

Überraschender Blick auf Bekanntes

Sakrales mit Engel und Krippen, Natur mit Schnecke und Kuh, Abstrahiertes wie eine schwebende Kanne oder ein kleiner Klaviertänzer lenkten an der Vernissage von Markus Kläger im Breitenhof in Altendorf sogleich die Blicke auf sich.

Markus Kläger ist ein Mann mit Bodenhaftung, bekräftigte Roland Jost, Präsident der Kulturkommission Altendorf, am Mittwochabend in seinen Worten zur Vernissage. Obwohl der Berufsberater Kläger abgeraten habe, Holzbildhauer zu werden, weil dies eine brotlose Kunst sei, habe er sich darauf eingelassen. In seiner Arbeit habe er neben der zentralen Bedeutung der ausdrucksstarken Gesichter in seinen Fasnachtsmasken auch andere Wege gewählt wie Skulpturen oder Objektplastiken. Ohne Computer und Homepage sei Kläger ein Künstler mit klaren Linien.

Verkohltes Holz als Kunstwerk

In seiner Ausstellung zeigt Kläger auf Bekanntes einen anderen, eigenen, überraschenden Blick. So stellte er zum Beispiel auf ein gebrauchtes Stück Holzbalken, in dem noch die Nägel steckten, eine fein gestaltete, hölzerne Kuh. Oder er schnitzte eine Röllimaske, auf deren Holz nur in Silber eine Brille aufgemalt war und die von einer Hand unter dem Kinn getragen wurde. Phönix gestaltete der Künstler als goldene Kugel auf einem verkohlten Stück Holz. Unter dem Titel «Klaviertänzer» stellte Kläger die kleine hölzerne Figur eines Kindes auf eine Klaviertastatur, die so lebensecht wirkte, dass man unvermittelt auf ihren nächsten Schritt wartete. Gegenüber den Gästen an seiner Vernissage beteuerte der Holzbildhauer, dass die künstlerische Verbindung von Holz, Eisen, Stein und Feuer auf ihn eine ganz besondere Faszination ausübe.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

04.11.2013

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schwyzkultur.ch/B67TKi