Anna Rossinelli tritt am Haab a Looza in Altendorf auf. Bild zvg
Anna Rossinelli tritt am Haab a Looza in Altendorf auf. Bild zvg

Musik

«American Dream» in Altendorf

Inspiriert durch einen Gospelchor und Strassenmusik in den Staaten, entstand Anna Rossinellis neues Album «Takes Two to Tango», welches sie am Haab a Looza Open Air in Altendorf zum Besten geben wird.

Mit Anna Rossinelli sprach Svenja Marocchini

Marocchini: Sie sind letzten Sommer drei Monate lang quer durch die USA gereist und haben verschiedene Musiker getroffen. Diese Reise hat Ihr aktuelles Album «Takes Two to Tango» sehr geprägt. Was wird man davon am Open Air Altendorf spüren?

Rossinelli:Alle Songs, die wir am Haab a Looza spielen, kamen auf der Reise von San Francisco nach New York zustande und wurden am Ende der Reise auch in New York aufgenommen. Dadurch hört man den Liedern schon einen gewissen Touch des «American Dream» an. Möglicherweise werde ich dem Publikum während des Auftritts auch etwas von unserer Reise erzählen, aber das ist noch nicht sicher. Ich entscheide das immer ganz spontan.

Wie bereitet man sich auf ein Open Air wie das in Altendorf vor?

Für mich sind Konzerte nichts Neues, daher habe ich keine genaue Strategie, die ich vor einem Open Air wie in Altendorf oder bei einem Konzert anwende. Ich achte jedoch darauf, dass ich vor einem Auftritt nicht feiern gehe. Bei einem Konzert brauche ich viel Energie und eine gut funktionierende Stimme, die nach einer wilden Partynacht manchmal nicht mehr richtig vorhanden ist. Häufig setze ich mich mit meinen Bandkollegen vor einem Auftritt zusammen und bespreche zum Beispiel die Reihenfolge der jeweiligen Songs.

Welchen der Songs, die Sie am Haab a Looza präsentieren, mögen Sie am meisten?

Das Album hat viele tolle Lieder, die mir gefallen. Eines davon ist «Streets of Love», da es etwas Besonderes ist und völlig anders klingt als die restlichen Lieder auf dem Album. Doch das Lied «Broken Hearted» ist mein absoluter Favorit. Das Lied haben wir mit einem Gospelchor aufgenommen. Seit ich als kleines Mädchen den Film «Sister Act» gesehen habe, wusste ich, dass ich das auch mal machen will. Als ich dann in die Staaten flog, setzte ich mir zum Ziel, diesen Kindheitstraum zu erfüllen. Somit wurde ein lange gehegter Traum erfüllt.

Doch gibt es andere Dinge, die Sie gerne noch erleben würden?

Auf jeden Fall. Man hat immer Wünsche, bei denen man hofft, sie eines Tages erfüllen zu können. Da ich sehr gerne auf Reisen gehe, wären Auftritte im Ausland eine tolle Sache. Etwas Atemberaubendes wäre auch eine musikalische Weltreise, doch das geht natürlich ins Geld und braucht eine gute Organisation. Das Ferne und das Unbekannte sind immer eine Herausforderung, doch manchmal muss man auch aus dem behüteten Nest in der Schweiz ausfliegen und Neues entdecken.

In den Staaten waren sie als Strassenmusikerin unterwegs.Welche Unterschiede bestehen zwischen Konzerten auf der Bühne und auf der Strasse?

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es ist natürlich schon ein grosser Nervenkitzel dabei, wenn man ein Konzert auf der Strasse gibt, da man sich die Aufmerksamkeit erkämpfen muss und hofft, dass jemand stehen bleibt. Bei einem Open Air oder allgemein auf einer Bühne ist das anders. Dort weiss man, das Publikum kommt,um dich zu hören und hat eine gewisse Erwartung.

Auf der Strasse oder an einem Open Air – welcher der beiden Konzertorte gefällt Ihnen besser?

Ob ich nun auf der Strasse oder an einem Open Air singe, beide Orte haben etwas Spannendes an sich. Das Wichtigste ist für mich, dass man das Publikum mit seiner Musik begeistern kann.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Senvja Marocchini)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.08.2016

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schwyzkultur.ch/Dy6gWP