Katharina Egli-Niedderer (Querflöte) und Bernhard Isenring (Orgel) am Konzert zur Jahreswende in der Kapelle St. Johann in Altendorf. Bild Paul Diethelm
Katharina Egli-Niedderer (Querflöte) und Bernhard Isenring (Orgel) am Konzert zur Jahreswende in der Kapelle St. Johann in Altendorf. Bild Paul Diethelm

Musik

Besinnlicher Jahreswechsel mit barocker Musik

Zum 10. Mal gelangte in der St. Johann-Kapelle in Altendorf zur Jahreswende ein musikalisch-besinnliches Konzert mit diversen Werken aus der Barockzeit zur Aufführung.

An zwei Aufführungen, zum Silvester und Neujahr, konzertierten Katharina Egli-Niedderer an der Querflöte und Bernhard Isenring an der Orgel in einem aussergewöhnlichen Programm mit Werken bekannter und etwas weniger bekannter Komponisten. Das Konzert stand unter dem Patronat der Kulturkommission Altendorf. Präsident Charles Schrader gab der Freude Ausdruck, den Jahreswechsel mit einem so auserwählten Konzert und qualifizierten Interpreten begehen zu dürfen.Die Kapelle St. Johann in Altendorf, mit den Altären aus spätgotischer Zeit, welche die Barockzeit des 17. und 18. Jahrhunderts unbeschadet überstanden hatten, war mit ihren 60 Sitzplätzen voll belegt und für ein solches Konzert mit Querflöte und Orgel aus früheren Zeiten geradezu prädestiniert.


Auserwähltes Programm


Dominant spielte Katharina Egli-Niedderer an der Querflöte, begleitet von feinfühligen und dezenten Orgeltönen von Bernhard Isenring. Es kamen Werke aus der Barockzeit zur Aufführung. Nach dem Auftakt der «Sonata terza in c-moll» des schwedischen Komponisten Johan Helmich Roman in fünf Sätzen, endend mit dem lebhaften Vivace,folgte die «Sonate in C-Dur» in vier Sätzen, Andante-Allegro-Adagio-Menuet I und II von Johann Sebastian Bach. Dann überraschte Bernhard Isenring – er hatte übrigens dieses St. Johannkonzert zur Jahreswende vor zehn Jahren ins Leben gerufen – mit der Uraufführung der Neu-Komposition «Fantasie mit Fuge für Querflöte und Orgelpositiv» und erntete für das gelungene Werk besonders langanhaltenden Applaus. Es folgte die «Sonata in h-moll, Spitta No. 83» in den Sätzen Un Poco largo-Allegretto-Allegro von Friedrich der Grosse, der sich mit seinen über 120 Flötenkomposition in der damaligen barocken Musikwelt einen Namen machte.Mit «Thema und zwei Variationen in G-Dur» des französischen Komponisten Jean-Jacques Charpentier fand der offizielle Konzertteil seinen Abschluss. Das begeisterte Publikum erhielt von den beiden Solisten eine Zugabe. Auf spannende Art gab Isenring zwischen den einzelnen Konzertabschnitten einen geschichtlichen Abriss zu den Werken und Komponisten. Im Anschluss an das Konzert lud die Kulturkommission Altendorf beim nebenan liegenden Stallgebäude zu einem wärmenden Apéro mit Gebäck ein.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul Diethelm

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/ugmRfH