Das Jugendorchester zeigte in einem gefälligen Konzert sein Können.
Das Jugendorchester zeigte in einem gefälligen Konzert sein Können.
Der scheidende Dirigent Martin Speth freute sich über die gelungene Darbietung. Bilder Bettina Schär
Der scheidende Dirigent Martin Speth freute sich über die gelungene Darbietung. Bilder Bettina Schär

Musik

Dirigent nimmt Abschied

Mit dem majestätisch anmutenden Thema aus «Pomp and circumstance » von Edward Elgar verabschiedeten sich der Dirigent und seine Spieler vom Jugendorchester Ausserschwyz voneinander. Die zahlreich erschienenen Zuhörer dankten den Musizierenden mit grossem Applaus.

Am Sonntag konzertierte das Jugendorchester Ausserschwyz zum letzten Mal unter der Leitung von Dirigent Martin Speth in der Kirche St. Michael in Altendorf. Eröffnet wurde das Konzert von den jüngeren Spielern mit einem fröhlichen Marsch. Dass auch die Jüngsten ihr Instrument schon recht gut beherrschen, demonstrierten sie bei den nachfolgenden Stücken. Sie hatten Gelegenheit, den weichen, dichten Klang ihres Instruments erklingen zu lassen, zeigten aber auch, dass sie fähig sind, kurze, rockige Töne zu spielen. Rhythmisch eine grosse Herausforderung war «I will follow him» aus dem Film «Sister Act». «Bei den Nonnen im Film kam diese Art von Musik zuerst nicht gut an, aber beim heutigen Konzertpublikum hoffentlich schon», sagte Speth.

Zwei Werke mit Solisten

Nach einer kurzen Pause spielten die etwas älteren Musiker auf. Gleich zwei Werke mit Solisten wurden vorgetragen. Die 13-jährige Anja Schärlinger, Schülerin von Barbara Landtwing, wollte vor einem Jahr wissen, wie es sich anfühlt, auf einer Bratsche zu spielen. Sie beschloss, für diese Zeit im Orchester die Viola-Stimme zu übernehmen. Anja spielte das «Largo» und das «Allegro» aus «Konzert in G-Dur» von Georg Philipp Telemann. Im zweiten Solostück, dem «Rondo» von Bernhard Henrik Crussel, zeigten Mirjam Wyler und Thomas Schalch, Schüler von Urs Bamert, dass sich die warmen Klänge der Klarinette sehr gut in das Klangbild der Streicher einfügen. Auch diese zwei Solisten meisterten schwierige Läufe mit Bravour. Gemeinsam hatten alle drei Solisten eines: Sie spielten ihre Musik nicht nur, sondern man konnte an ihren Bewegungen sehen, dass sie die Musik auch leben.

Zum Abschied gab es Blumen

Nach einer Zusammenstellung von Abba-Hits, bei der das Publikum musikalisch wieder in die modernere Zeit geführt wurde, verabschiedete Armin Kölbli, Leiter der Musikschule Lachen-Altendorf, den Dirigenten Martin Speth. In der kurzen Rede wurde Speth für seinen langjährigen Einsatz gedankt und kurz auf einige Höhepunkte wie den Erhalt des Kulturpreises der Gemeinde Freienbach oder diverse Lager und Reisen zurückgeblickt. Vorgestellt wurde dann auch der neue Dirigent Adrian Müller aus Chur. «Das Konzert war für mich sehr schön. Aber es kam auch Wehmut auf, als wir die Zugabe spielten», sagte Speth zum Schluss. «Denn das letzte Stück war vor vielen Jahren auch das erste Stück, das ich mit dem Orchester gespielt habe.»

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.09.2011

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schwyzkultur.ch/sE7N5T