Das Jodelchörli am St. Johann begeisterte mit seinem herrlichen Jodelgesang. Bild Kurt Kassel
Das Jodelchörli am St. Johann begeisterte mit seinem herrlichen Jodelgesang. Bild Kurt Kassel

Musik

Ein Abend im Zeichen des Jodelliedes

Dass das Jodellied auch in der heutigen modernen, schnelllebigen Zeit viele Freunde hat, bewies der Aufmarsch der Freunde des Jodelgesangs am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Altendorf. Das Jodelchörli am St. Johann lud zum Konzert.

Der 1989 gegründete Klub pflegt das Jodellied als gemischtes Jodelchörli und erfreut mit seinem Gesang. Die Altendörfler Jodlerinnen und Jodler standen an diesem Abend aber nicht allein auf der Bühne. Als Gäste präsentierten sich der Jodlerklub Alperösli, Münsingen, und die Jung-Ländlerformation Echo vom Arvi. Mit schwungvollen Tanzeinlagen brachten die Tänzerinnen der Reichenburger Formation «Passion 8» einen modernen Touch in den Programmablauf. Die Gäste brillierten mit ihren Darbietungen, und ohne Zugabe liess das Publikum keine Formation von der Bühne.

Gemeinsam «Jung si»

Den Auftakt machten die beiden Chöre aus Altendorf und Münsingen gemeinsam mit dem Lied «Jung si». Damit drückten sie wohl den Wunsch manches im Saal sitzenden Gastes aus. Zwei sich sehr gut ergänzende Chöre mit wundervollen Stimmen, die die hohen wie die tiefen Passagen beherrschen, fanden sich hier zusammen. Das kam auch in ihren Einzelauftritten zur Geltung. Die Einheimischen vom St. Johann, die seit ihrer Gründung musikalisch vom Küssnachter Peter Hodel geführt werden, überzeugten mit «Lueget, loset, gniesset», mit dem Sommer-Juitz von Emil Wallimann, «Es schöns Deheim» oder «Chüejerglüt» von Hannes Furrer. Die Berner aus Münsingen, die mit Christine Schlüchter und ihrem Dirigenten Stephan Haldemann zwei hervorragende erste Jodlerstimmen haben, gefielen mit «Fründe wei mer si», dem originellen «Mälchmaschine-Juitz» oder «s’Gwitter». Dass genau bei diesem Lied von draussen dumpfer Donner ertönte, zeigte, dass die Choreografie des Dirigenten Stephan Haldemann, seines Zeichens Pfarrer in Signau, mit seinen Chefs im Himmel funktionierte. Die Gäste aus dem Bernbiet traten auch mit einem Terzett auf. Dabei kamen die wunderschönen Stimmen von Stephan Haldemann, Philipp Jost und Bruno Boos in einem harmonisch reinen Klangbild auf eindrückliche Art zur Geltung.

Nachwuchs in der Volksmusik

Das Trio Echo vom Arvi mit Thomas Windlin und Adrian Waser an den Handorgeln und Silvia Herger am Bass spielte einige schwierige Ländlerkompositionen hervorragend. Die beiden jungen Burschen haben unter der Leitung von Silvia Herger enorme Fortschritte gemacht und werden für guten Nachwuchs in der volkstümlichen Musik sorgen. Dass das Jodelchörli am St. Johann eine gute Adresse ist, zeigte sich beim Schlusslied, bei dem auch die Gäste aus befreundeten Jodlerklubs auf die Bühne gingen. Die Bühne war proppenvoll, und die Präsidentin Rita Fleischmann konnte sich mit den Gästen über einen gelungenen Abend freuen. Ein tolles Konzert aller Beteiligten, ein riesiger Tombola-Gabentempel, feines Essen aus der Küche und der flotte Service machten den Jodel-Obig zu einem schönen Erlebnis.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.05.2011

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schwyzkultur.ch/EjAPpj