Fabienne Bisig und ihr Instrument sind eins. Bild Paul A. Good
Fabienne Bisig und ihr Instrument sind eins. Bild Paul A. Good

Musik

Flöte und Natur – ein Projekt, das die Zuhörer begeisterte

Im Rahmen ihrer Maturaarbeit lud die junge Querflötistin Fabienne Bisig zu einem besonderen Konzert ins Dorfzentrum Altendorf.

Wer die virtuosen Klänge der Querflöte liebt, der kam am Sonntag im Dorfzentrum Altendorf voll auf seine Rechnung. Organisiert und realisiert wurde dieses Projekt von Fabienne Bisig, und zwar im Rahmen ihrer Maturaarbeit. Alle Stücke, die zur Aufführung gelangten, brachten die Flöte in Beziehung zur Natur. Das Konzert begann mit einem Werk des französischen Komponisten Jules Mouquet. Die drei Sätze der Sonate op. 15 «La Flûte de Pan» trugen die Titel «Pan et les Bergers», «Pan et les oiseaux» und «Pan et les Nymphes», gewidmet dem griechischen Hirtengott Pan, dem Gott des Waldes und Natur. Bereits diese Komposition zeugte vom erstaunlichen Können von Fabienne Bisig, die am Klavier von Jure Markić begleitet wurde. Im anschliessenden Stück «Jour d’été à la montagne» für vier Flöten von Eugène Bozza wurde Fabienne Bisig von Larissa Hacker, Elide Ruhstaller und Oliver Häffner unterstützt. Die drei Musikerinnen und der Musiker überzeugten allesamt durch ihre Virtuosität und einer überragenden Klangqualität.


Ist koreanische Folklore erkennbar?


Younghi Pagh-Paan ist eine südkoreanische Komponistin, deren Werke sich vor allem durch die Verbindung westlicher Kompositionstechniken und koreanischer Folklore auszeichnen. Bevor Fabienne Bisig die Komposition «Dreisam-Nore» solo spielte, bat sie die Zuhörer, am Schluss auf einem Blatt Fragen zu beantworten, wie «Welches Bild hat man vor Augen, wenn man dieses Stück hört?» oder «Erkennt man in der Komposition den Einfluss der koreanischen Folklore?». Bei der Interpretation von Antonio Vivaldis «Il Cardellino» für Flöte, Streicher und Basso Continuo harmonierten die Musiker Fabienne Bisig, Seraina Nussbaumer, Raphael Nussbaumer, Kathrin Degen, Simone Höfliger und Jure Markić ausgezeichnet,wobei jedes Instrument die Bedeutung erhielt, die es verdiente. Nach der «Fantaisie pastorale hongroise» von Albert Franz Doppler, gespielt von Fabienne Bisig und von ihrem Vater Edgar Bisig am Klavier begleitet, gab die äusserst begabte Musikerin noch eine Zugabe auf dem Piccolo, welches sie ebenso meisterhaft beherrschte. Es wird interessant sein, den weiteren Weg dieser vielversprechenden Musikerin aufmerksam zu verfolgen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.09.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/gy1s5X