Als Überraschung spielten beide Orchester im Gesamtspiel als Zugabe einen argentinischen Tango. Bild Bettina Schärlinger
Als Überraschung spielten beide Orchester im Gesamtspiel als Zugabe einen argentinischen Tango. Bild Bettina Schärlinger

Musik

Geiger erzählten von Britannien

Am Sonntagabend konzertierte das Jugendorchester Ausserschwyz unter der Leitung von Adrian Müller in der Kirche St. Michael in Altendorf. Die jungen Spieler entführten ihr Publikum nach England und Irland.

Trotz strahlendem Sonnenschein und sommerlicher Temperaturen fanden erfreulich viele Angehörige und Freunde der jungen Musiker am Sonntag den Weg in die Kirche von Altendorf. Die zwei Orchester gruppen, die seit einem Jahr unter der Leitung von Adrian Müller stehen, entführten ihr Publikum musikalisch nach Irland und England, und boten allerhand verträumte und mystische Klänge. Eröffnet wurde das Konzert durch das Vororchester. Die 14 zum Teil noch ganz jungen Spieler erzählten mit ihren Geigen in fünf Stücken von nebelverhangenen Wiesen mit Elfen, von schönen Frauen und Schiffen auf dem Meer. Für die Iren war die Musik immer wichtig. Sie half ihnen in schweren Zeiten, und die Menschen fanden in ihr Trost und Hoffnung. Mit viel Freude wurden die kurzen Werke vorgetragen, und mancher Zuhörer staunte über die Selbstverständlichkeit, wie die Jungen auf ihren Instrumenten die Saiten strichen und zupften.

Überraschung zum Schluss

Die etwas älteren Musikanten des Hauptorchesters präsentierten Melodien aus England. «Playful Pizzicato», ein witziger Satz aus der «Simple Symphony » von Benjamin Britten, sei alles andere als simpel zu spielen, meinte der Dirigent. «Dieser Satz ist sehr anspruchsvoll durch schnelle Wechsel innerhalb der verschiedenen Stimmen, ähnlich einem Ping-Pong-Spiel. Zudem werden alle Töne gezupft, was viel Diszi plin erfordert», erklärte Müller. Aus der «St. Paul’s Suite» von Gustav Holst kamen die Sätze «Jig» und «Intermezzo» zur Aufführung. Das «Intermezzo» lebte von der wehmütigen Solostimme, welche Konzertmeisterin Anja Maria mit viel Einfühlungsvermögen spielte. Der Satz endete in einem fein verhallenden Schluss, bei dem die Solistin von zwei weiteren Soloparts, gespielt von Alina und Vivien, begleitet wurde. Mit einem langanhaltenden Applaus forderte das Publikum die zu Anfang des Konzertes von Adrian Müller versprochene Überraschung. Dazu formierten sich alle 25 jungen Musiker zu einem Gesamtspiel und beendeten das Konzert weder mit englischer noch mit irischer Musik, sondern mit dem bekannten argentinischen Tango «El Choclo» von Angel G. Villoldo.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.09.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/RAfGQj