Am späten Sonntagnachmittag bezauberte das Kammermusik-Ensemble Accento Musicale das Publikum zum Ende des Sommers mit «Märchenerzählungen» von Stamitz, Schumann und Dvorak.
Am späten Sonntagnachmittag bezauberte das Kammermusik-Ensemble Accento Musicale das Publikum zum Ende des Sommers mit «Märchenerzählungen» von Stamitz, Schumann und Dvorak.

Musik

Musikalische Märchenerzählungen zum Sommerabschluss

Am späten Sonntagnachmittag bezauberte das Kammermusik-Ensemble Accento Musicale das Publikum zum Ende des Sommers mit «Märchenerzählungen» von Stamitz, Schumann und Dvorak.

Mit drei Werken aus der frühen Klassik bis hin zur Spätromantik bescherte Accento Musicale den Zuhörern im Dorfzentrum in Altendorf einen musikalischen Hochgenuss. Es war nicht nur die Programmwahl, die bei den Zuhörern ankam. Schon der Beginn des Konzertes liess erkennen, dass es sich bei den Mitgliedern dieses Kammermusik-Ensembles – Donat Nussbaumer und Meinrad Küchler (Violine), Nancy Benda (Viola), Ruth Müri (Violoncello), Urs Bamert (Klarinette) sowie Patricia Ulrich (Klavier) – um exzellente Musiker handelt. Komponist der Mannheimer Schule Mit dem «Quartett D-Dur Op. 14 Nr. 3 für Klarinette und Streicher» von Carl Stamitz gelangte ein Werk von einem der Begründer der sogenannten Mannheimer Schule zur Aufführung. Diese Schule habe auch Mozart beeinflusst, erklärte Urs Bamert, der die Werke kommentierte. Vor allem die Beschwingtheit und Lieblichkeit des ersten, mit Trillern durchzogenen Satzes dieses um 1799 herum entstandenen Werks erinnerte denn auch stark an die Musik Mozarts. Mit «Märchenerzählungen» von Robert Schumann wurden die Zuhörer in die Zeit der Hochromantik versetzt.

Romantisch und gefühlvoll

In den vier Sätzen, in denen Klarinette, Bratsche und Klavier zusammenspielten, kam das Gefühl- und Sehnsuchtsvolle ebenso zum Tragen wie Temperament, Dramatik, Fröhlichkeit und zuweilen etwas Übermut. Insbesondere im dritten Satz kam die eher ungewöhnliche Zusammensetzung von Klarinette und Bratsche besonders schön zur Geltung. Die grosse Bewunderung und Anerkennung des Publikums für die Musiker steigerte sich noch beim Vortrag des «Klavierquintetts Nr. 1 in A-Dur Op.5» des tschechischen Nationalkomponisten Antonin Dvorak. In den vier Sätzen liessen die Musiker nochmals ihre hohe Professionalität und Ausdrucksstärke aufblitzen und führten die Zuhörer auf eine Achterbahn verschiedener Empfindungen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Verena Blattmann)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.09.2015

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schwyzkultur.ch/bM4XP4