Das Accento Musicale begeisterte am Stephanstag in Altendorf. Bild Jasmine Helbling
Das Accento Musicale begeisterte am Stephanstag in Altendorf. Bild Jasmine Helbling

Musik

Musikalische Streiche gespielt

Am frühen Montagabend lud das Accento Musicale schon zum sechsten Mal zum traditionellen Stephanstagskonzert im Dorfzentrum Altendorf ein. Die gespielten Stücke reichten von der Klassik bis zur Romantik und liessen noch einmal weihnächtliche Stimmung aufkommen.

Im jährlichen Konzert zum Stephanstag stellte das Accento Musicale ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von bekannten, wie auch weniger bekannten Künstlern zusammen. Klarinettist Urs Bamert: «Komponisten wie Stephan Krehl kannten vor einem halben Jahr noch nicht einmal wir. Es lohnt sich aber sehr, die digitalisierten Noten aus der internet’schen Versenkung zu holen!»

«Ein ernster Scherz»

Begonnen wurde dann aber doch mit Joseph Haydn, einem der bekanntesten Vertreter der Wiener Klassik, der berühmt für seine musikalischen Scherze ist. In diese Sparte lässt sich auch «Op. 33, Nr. 2», «der Scherz» genannt, einordnen. Mit einem vorgetäuschten Ende durch unerwartete Pausen und Unterbrechungen sorgte das Streichquartett bestehend aus Donat Nussbaumer (Violine), Regula Friedli (Violine), Janet Grab (Viola) und Ruth Müri (Violoncello) für eine gute Pointe nach einem «eher ernsten Witz». Beim darauffolgenden spätromantischen Klarinettenquintett des Leipzigers Stephan Krehl gesellte sich auch Urs Bamert (Klarinette) zur musikalischen Runde. Durch den gekonnten Wechsel zwischen langsamen und schnelleren Stellen wurden die Zuhörer am zweiten Weihnachtstag noch einmal an die besinnliche Zeit und das rege Treiben der letzten Tage erinnert.

Dampfnudeln als Dank

Als Abschluss und Höhepunkt folgte schliesslich das «Adagio» aus Heinrich Joseph Baermanns Klarinettenquintett. Der berühmte Klarinettist des 19. Jahrhunderts pflegte innige Freundschaften mit Komponisten wie Felix Mendelssohn. «Die Freunde profitierten gegenseitig voneinander: Wenn Mendelssohn etwas für Baermann komponiert hatte, kochte dieser als Gegenleistung seine berühmten Dampfnudeln», erklärte Bamert mit einem Lächeln. Und wer weiss, vielleicht fühlte sich nach tosendem Applaus und zweifacher Zugabe so mancher auch in der heimischen Küche inspiriert.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.12.2011

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schwyzkultur.ch/wgZCtR