Gilles Knobel aka. Chekaa
Gilles Knobel aka. Chekaa
Sein neustes Album hat Gilles Knobel (links) mit Kumpel Eliel aufgenommen. Bild zvg
Sein neustes Album hat Gilles Knobel (links) mit Kumpel Eliel aufgenommen. Bild zvg

Musik

Radios wollen noch keinen Schweizer Rap

Seine Songs irgendwann im Radio zu hören – das wäre der Traum von Gilles Knobel alias Chekaa. Momentan scheint dies noch beinahe unmöglich.

Schon seit vielen Jahren macht Gilles Knobel Musik. Heute arbeitet der Höfner als Musikproduzent in seinem Studio in Altendorf und versucht sich nebenbei als Schweizer Rapper. Seine Lieder würden vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerne gehört.Dass seine Songs wie «Bonnie & Clyde» oder «Keini wie du» Hit-Potenzial haben, stellen diese nicht in Frage. «Trotzdem ist es für uns Schweizer Rapper schwierig, im Radio gespielt zu werden», so Gilles Knobel, der in Pfäffikon aufwuchs und heute in Schänis lebt. Aber woran liegt das? «Wahrscheinlich,weil die älteren Generationen diese Art von Musik gar nicht wirklich kennen», so der 23-Jährige.


«Musik ist zu hart»


Schon oft habe der Musiker verschiedenen Radios seine Lieder geschickt,so auch dem regionalen Radio Zürisee. «Oft wird mir gesagt, meine Musik sei ihnen zu hart. Dabei kommt kein einziges Fluchwort im Text vor», so Knobel, der unter dem Künstlernamen Chekaa bekannt ist. «Amerikanische und deutsche Rap-Songs werden hingegen oft gespielt.» Gilles Knobel steckt seine Hoffnung in Radiosender wie Planet 105 aus Zürich. «Dort wurde mein neues Lied auch schon gespielt.» Vermutlich, weil dort viele junge Moderatoren am Werk seien, meint der Höfner. Seine Musik in Zukunft regelmässig im Radio zu hören, wäre sein Traum. «Ob das irgendwann möglich ist,weiss ich nicht»,sagt er ehrlich. «Ich glaube aber, dass sich die ‹Radio-Kultur› noch positiv verändern wird.» Vielleicht sei diese ja irgendwann bereit für Schweizer Rap. Für Gilles Knobel geht es auf jeden Fall musikalisch weiter – auch ohne Radio. Bereits heute in einer Woche wird sein nächstes Album «Band» erscheinen, welches er mit Kumpel Eliel produziert und aufgenommen hat. Erhältlich ist dieses auf iTunes, Spotify oder per SMS mit Inhalt «igroove band» an die Nummer 9000. Wer weiss – wenn die neuen Lieder gut ankommen, werden sie ja vielleicht schon bald im Radio zu hören sein …

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/k97dia