Sangen für die Jostenkapelle (v.l.): Fabian Bucher, Beat Isenring, Roman Gemperli und Felix Isenring. Bilder Simone Pflüger
Sangen für die Jostenkapelle (v.l.): Fabian Bucher, Beat Isenring, Roman Gemperli und Felix Isenring. Bilder Simone Pflüger
Kleiner, feiner und festlicher Rahmen: Bernhard Isenring musizierte an der Orgel für den guten Zweck.
Kleiner, feiner und festlicher Rahmen: Bernhard Isenring musizierte an der Orgel für den guten Zweck.

Musik

Schlicht und einfach musiziert

Mit altehrwürdigen Klängen füllten fünf Musiker am Sonntagnachmittag die Kapelle St. Johann in Altendorf. Die Zuschauer lauschten bedächtig den Orgelwerken und gregorianischen Gesängen.

Das Konzert am Sonntag in der Kapelle St. Johann war das dritte in Serie, um Spenden für die Jostenkapelle in Galgenen zu sammeln. In letzterer kommen durch eine Restauration die Fresken aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu neuem Glanz. Aus dieser Zeit stammten auch die Werke, welche am Benefizkonzert in Altendorf aufgeführt wurden. Es begann mit dem «Arpeggiata octavi Toni» von Franz Xaver Murschhauser, ein Orgelstück, gespielt von Bernhard Isenring.

Bucher an der Orgel

Danach setzte sich Fabian Bucher an die Orgel. Er übernahm einzelne Teile der Kyrie aus der Messe. Nachdem das Instrument verstummt war, setzten jeweils vom Chor her die vier Sänger Bernhard Isenring, Beat Isenring, Felix Isenring und Roman Gemperli ein. Dieses Wechselspiel zwischen Orgel und Chor ist bei den gregorianischen Gesängen seit der Renaissance üblich. Als weitere Formen in dieser Praxis erklangen das Te Deum aus dem Stundengebet, ein Magnificat aus der Vesper und eine Salve Regina aus der Komplet. Die Fülle der Töne und nichtsdestoweniger die Einfachheit dieser Gesänge entfalteten eine besondere Atmosphäre. Voller Sorgfalt formten die Sänger die Silben der lateinischen Texte. Dabei sangen sie immer wieder ganze Tonfolgen oder Melodien auf nur einem Vokal, zum Beispiel dem «é» des «eléison». Dies ist wiederum typisch für die gregorianischen Gesänge.

Weitere Konzerte geplant

Schliesslich wurde das Publikum bei Pachelbels Choralpartita «Was Gott tut, das ist wohlgetan» auch noch zum Mitsingen aufgefordert. Das alte Kirchenlied klang wunderschön durch die vollbesetzte Kapelle, in der mancher Besucher statt auf der Kirchenbank nur noch einen Platz auf der Eingangstreppe gefunden hatte. Die Musik vergangener Zeiten immer noch in den Ohren, traten die Besucher nach einer letzten Orgelfuge aus der Kapelle, wo sie die letzten Sonnenstrahlen eines schönen Herbstabends erwarteten. Weitere Benefizkonzerte zugunsten der Jostenkapelle finden am 16. Oktober in der Riedkapelle in Lachen und am 29. Oktober in der Pfarrkirche in Galgenen statt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.10.2011

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schwyzkultur.ch/5rT5U2