Das Jugendorchester Ausserschwyz spielte in der Kirche St. Michael in Altendorf auf und wusste zu gefallen. Bild Paul A. Good
Das Jugendorchester Ausserschwyz spielte in der Kirche St. Michael in Altendorf auf und wusste zu gefallen. Bild Paul A. Good

Musik

Sommernachtstraum mitten im Winter

Für sommerlich-beschwingte Klänge sorgte am winterlichen Sonntag in der katholischen Kirche St. Michael in Altendorf das Jugendorchester Ausserschwyz.

Das Jugendorchester Ausserschwyz, das sich aus Mitgliedern der vier Musikschulen Lachen Altendorf, Freienbach, Wollerau und Region Obermarch zusammensetzt, steht unter der Leitung von Adrian Müller.Auf dem Programm standen vorgestern musikalische Skizzen berühmter Meister, dargeboten vom Vororchester, und «Ein Sommernachtstraum » von Felix Mendelssohn Bartholdy, aufgeführt vom Jugendorchester. Das Vororchester spielte kleine, feine Werke wie «The Bird Fancier’s Delight» oder «Polovetsian Dance» aus der Oper «Fürst Igor» von Alexander Borodin. Den Schluss des ersten Teils bildete der Titel «Strings Meet The Masters», zusammengesetzt aus der «Fünften Sinfonie» von Beethoven, der Sinfonie «Neue Welt» von Dvorak und der «Ouvertüre 1812» von Tschaikowski. Die zahlreichen Besucher honorierten das schon beachtliche Können der jungen Musikerinnen und Musiker mit grossem Applaus.

Mystische Stimmung

Nun war die Reihe am Jugendorchester, das sich an Mendelssohns «Ein Sommernachtstraum » wagte. Dass das keinesfalls ein Wagnis war, wurde den Zuhörern schon nach dem Vorspiel («Ouverture Allegro di Molto») klar. Es wurde sauber gespielt und klar intoniert. Das Werk besteht im Original aus elf Sätzen, deren sieben waren vom Jugendorchester zu hören. Nach dem Vorspiel ging es weiter mit dem «Scherzetto» (Allegro vivace), gefolgt vom mystischen «Lied der Elfen», das mit seiner besonderen Stimmung beeindruckte. Anstandsloser «Rüpeltanz» Anschliessend intonierte das Orchester «Auftritt der Rüpel» und den «Rüpeltanz». Nach dem anschliessenden «Notturno» (deutsch wortwörtlich «Nacht werdend») beendete das Orchester das anspruchsvolle Werk mit dem bekannten «Hochzeitsmarsch» (noch einmal ein Allegro vivace mit ausgezeichneten Trompetenstimmen). Aufgrund des lang anhaltenden, verdienten Applauses gab es dann diesen Marsch noch einmal als Zugabe. Das Konzert legte Zeugnis vom hohen Ausbildungsstandard der vier Musikschulen im Allgemeinen und des Jugendorchesters und dessen musikalischem Leiter im Besonderen ab.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Paul A. Good)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.02.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/bTuWT1