Erntete viel Applaus: der Kammerchor aus dem russischen Kaluga mit seinem jüngsten Solosänger. (Bild: Claudia Fischer)
Erntete viel Applaus: der Kammerchor aus dem russischen Kaluga mit seinem jüngsten Solosänger. (Bild: Claudia Fischer)

Musik

Stimmgewaltige russische Gesänge

In der Pfarrkirche Altendorf gastierte am Sonntagabend der Kammerchor Kaluga. Mit russischen Volksliedern und liturgischen Gesängen trat der gemischte Chor vor das neugierige Publikum und begeisterte.

Für uns Schweizer tönt Russisch – wie wohl auch umgekehrt – zuweilen wie der reinste Zungenbrecher. Etwas davon zu verstehen, ist kaum möglich. Am Sonntag war das auch gar nicht nötig, denn der Kammerchor aus der russischen Stadt Kaluga vermochte allein mit seinen Melodien das Publikum in der gut besuchten Altendörfler Pfarrkirche zu begeistern. Gefallen fanden insbesondere die beschwingten russischen Volkslieder, darunter etwa das immer rassiger werdende «Kalinka», bei dem man am liebsten mitgetanzt hätte. Andererseits ernteten auch die russischorthodoxen Liturgien langen Applaus. Mal leise und sanft, mal gewaltvoll-schwer oder mit glasklaren Solostimmen – der jüngste Solist geht noch zur Schule – erfüllten sie die Pfarrkirche.

Kaluga – Wiege der Raumfahrt

Zustande gekommen ist das einmalige Konzert des mit Jung und Alt gemischten 21-köpfigen Kammerchores dank dem Kontakt mit Annemarie Babcock sowie der Unterstützung der Kulturkommission Altendorf und der Schwyzer Kantonalbank. Der Kammerchor, der seit 1991 regelmässig auf Europatournee ist und eine enge Patenschaft mit Thun pflegt, verabschiedet sich nun von seinen Gastfamilien und reist weiter Richtung Slowenien.

Die Stadt Kaluga mit ihren 330 000 Einwohnern liegt südlich von Moskau. Dank der grossen Forschungstätigkeit, insbesondere in der russischen Raumfahrt, die in Kaluga betrieben wird, nennt man Kaluga auch die Wiege der Raumfahrt. Heute ist die Stadt ein wichtiges Industriezentrum.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.10.2010

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schwyzkultur.ch/qahBCi