Das Konzert forderte von den jungen Streichern volle Konzentration. Auch schwierige Passagen wurden mit Leichtigkeit überwunden. Bild Bettina Schärlinger
Das Konzert forderte von den jungen Streichern volle Konzentration. Auch schwierige Passagen wurden mit Leichtigkeit überwunden. Bild Bettina Schärlinger

Musik

Warme Klänge gegen die Kälte

In der katholischen Kirche in Altendorf fand am Sonntag das Winterkonzert des Jugendorchester Ausserschwyz unter dem Titel «Elegie und Tanz» statt. Die jungen Streicher zeigten, was sie im vergangenen Semester geübt hatten, und sie wussten das grosse Publikum zu überzeugen.

Seit letztem Herbst steht das Jugendorchester Ausserschwyz unter der Leitung von Adrian Müller. «Die erste Zeit war geprägt durch das gegenseitige Kennenlernen», meinte Müller, der das Orchester souverän durch das Konzert führte. Die Vorbereitungen waren intensiv, da neben den wöchentlichen Proben noch ganze Probetage dazukamen, und die älteren Spieler führten sogar ein Probeweekend durch. Das Ergebnis war ein schönes Konzert, das das Publikum begeisterte. Nach dem Motto «klein, aber fein» eröffneten die zum Teil noch recht jungen Spieler des Jugendorchesters 1 mit drei Tänzen das Konzert. Im «Russischen Tanz» von Pat Legg entführte das Ensemble die Anwesenden an ein russisches Volksfest, und die Musiker zeigten, wie gut sie ihr Instrument schon beherrschten.

Schnelle Rhythmen

Leise, fast melancholisch war der Einstieg in den Konzertteil mit dem Jugendorchester 2. Die Komposition «Canzonetta» von Erkki Salmenhaara, die innerhalb eines elegischen Spannungsbogens dahinfloss, verlangte mit ihrem Trauercharakter und sehnsuchtsvollen, schwermütigen Grundstimmung viel Disziplin von den Spielern.

Schluss voller Leben

Im Gegensatz zu den ruhigen Werken war der Konzertschluss nochmals voller Leben. Mit dem temperamentvollen und doch zuweilen melancholischen «Partita all’ ungaresca» von Ferenc Farkas schienen die Jugendlichen bei diesen ungarischen Klängen aufzublühen und meisterten anspruchsvolle, schnelle Läufe spielend und mit viel Charme.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.02.2012

Webcode

www.schwyzkultur.ch/8ExHP6