Das Jodelchörli am St. Johann begeisterte in der voll besetzten Pfarrkirche anlässlich des Geburtstagskonzertes.
Das Jodelchörli am St. Johann begeisterte in der voll besetzten Pfarrkirche anlässlich des Geburtstagskonzertes.

Volkskultur

Natürlich ein Juchzer zum runden Geburtstag

Das Jodelchörli am St. Johann durfte am Sonntag in der Pfarrkirche Altendorf vor vollen Reihen und mit musikalischen Gästen seinen 20. Geburtstag feiern.

Mit einem gehörigen «Geburtstagsjuitz » schritt der 27-köpfige Chor zu Beginn des Abends durch die vollen Reihen der Pfarrkirche und stellte sich auf für ein stimmungsvolles Konzert. Die 20-jährige Chörligemeinschaft bot den Gästen aus Nah und Fern ein abwechslungsreiches Repertoire, bei welchem das langjährige Schaffen des Chores unter der Leitung von Peter Hodel überzeugend zum Tragen kam. Der Chor brachte den Zuhörern das Kulturgut Jodeln in seiner ganzen Vielfalt näher. Die Freude an der Musik und die Kameradschaft im Chor waren spürbar. Das erstmals vor Publikum vorgetragene Stück «Bergandacht» fand grossen Anklang. Musikalisch begleitet wurde der Jodelchor von der Solojodlerin Elfriede Züger, vom Organisten Edgar Bisig und von der fünfköpfigen Formation Urgruuf. Dieser Formation gehört auch das Duo Knobel/Reichmuth an, welches das Jodelchörli schon am Gründungskonzert begleiten durfte. Ebenfalls gehören zu Urgruuf Gerry Miller, Pirmin Huber und Marcel Oetiker, der jedoch bei diesem Konzert von einem Urner Musikkollegen vertreten wurde.

Naturjodel und lüpfige Ländlermusik

Besonders eindrücklich wirkte der religiöse Naturjodel «Lob und Dank» mit der Solojodlerin Elfriede Züger. Dieser urtümliche Jodel, nur begleitet von der Kirchenorgel, brachte wohl bei manchem Zuhörer Gänsehaut hervor. Auch die gängigen Schottischund Walzerstücke von Urgruuf wurden mit wippenden Füssen und kräftigem Applaus versehen. Das von Mathias Knobel komponierte Stück «Jä sowieso – uf alli Fäll» verlangte sogar spontan eine Zugabe von Urgruuf. Mit stehendem Applaus wurde auch das Jodelchörli am St. Johann nach dem letzten Lied bejubelt, und als Dankeschön gaben die Sängerinnen und Sänger insgesamt zwei Zugaben. Das erste Lied war eine Komposition vom Lachner Fred Stocker, und die zweite Zugabe wurde speziell der Kirche, welche dem Chor den Namen gab, gewidmet, es war das Stück «s’Chilcheli».

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

18.11.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/buLKwx