Architektur für den Feuerring - 1
Andreas Reichlin und sein Feuerring vor dem neuen Atelier.
Andreas Reichlin und sein Feuerring vor dem neuen Atelier.
Architektur für den Feuerring - 1

Kunst & Design

Architektur für den Feuerring

Das neue Atelier des Immenseer Stahlplastikers und Künstlers Andreas Reichlin ist ein Blickfang und spiegelt seine Lebensphilosophie wider.

Mit zahlreichen Tonnen Stahl wurde in den letzten Wochen der neue Atelier-­Kubus für Reichlins Feuerringe veredelt. Nun wurde das Atelier eingeweiht.


Sechs Jahre lang hat der Immenseer das am Zugersee gelegene Bauprojekt geplant. Gemeinsam mit dem Architekten Ivan Marty von Marty Architektur entwarf Reichlin den Gebäudekubus auf knapp 100 Quadratmetern, der an zwei Seiten geöffnet ist, zum Weg und zum Wasser. Geformt aus Stahl und geflammten Eichenholz spiegelt die Architektur des Ateliers Werte, die Feuerring wichtig sind: Flexibilität, Einzigartigkeit und die Reduktion auf das Wesentliche. In je 40 Millimeter breite Streifen geschnitten und vertikal aneinandergefügt, wirken die tiefschwarzen Hölzer der Fassade homogen, kraftvoll und ruhig. In Verbindung mit Stahlelementen, deren Oberfläche sich wie das Holz im Laufe der Jahre noch verändern wird, bleibt das Gebäude gleich den Skulpturen von Andreas Reichlin optisch in Bewegung.


Ein Blickfang für die Passanten ist der Innenraum, wenn es in den Feuerringen lodert. Auch in den Details des Ateliers findet sich die Philosophie des Feuerrings wieder. Die Architektur wird neu interpretiert in den Holzbohlen, die den Innenraum ausfüllen: Es sind durch Verkohlen geschwärzte Holzbalken, die durch diese altüberlieferte Behandlung vor Ungeziefern geschützt werden. Vor dem Atelier trohnt ein Hochregal. «Im Innenraum bietet eine Galerie die Möglichkeit, andere Blickwinkel zum Feuerring einzunehmen», sagt Geschäftsführerin Beate Hoyer. «Wir haben eine super Nachbarschaft, die dem Projekt sehr wohlwollend gegenüberstand», fügt ihr Partner Andreas Reichlin hinzu. An die 50 Gäste besuchten letzte Woche die Wirkungsstätte der Feuerring GmbH. Sie erlebten den Funkensprung in der Herstellung bei der Firma Isenschmid. Andreas Reichlin erläuterte die Herstellung und Entwicklung des Feuerrings. Auch machte er auf die wichtigen Details eines Original-Feuerrings aufmerksam.


Bote der Urschweiz (Edith Meyer)

Autor

SchwyzKulturPlus

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

01.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/LQJNtP