Die Georgsbühne und das Hin und Her der Liebe - 1

Bühne

Die Georgsbühne und das Hin und Her der Liebe

Die Georgsbühne Arth feierte am Samstag mit dem Stück «Drum prüfe wer sich ewig windet» Premiere. Die zehn Darsteller boten eindrückliche schauspielerische und gesangliche Leistungen.

Begeisterter Applaus ist der schönste Lohn für einen Schauspieler – die Akteure der Georgsbühne wurden bei der Premiere reichlich damit eingedeckt. Nicht nur für ihre darstellerische Leistung, sondern auch für die musikalischen Einsätze, welche dem Publikum ausserordentlich imponierten. Begleitet von Matthias Hengartner am Klavier, gaben die Protagonisten Medleys, «Männer» von Herbert Grönemeyer oder den Hochzeitsklassiker «Chapel of Love» von den Dixie Cups zum Besten. Ergänzt mit den vielen komischen Situationen, den unvermittelten Slapstick- Einlagen und unverschämten Sprüchen, brachten die drei Akte des Stücks die Zuschauer des Öfteren an die Belastbarkeitsgrenze ihrer Lachmuskeln. Die Handlung des Stücks hatte einige interessante und nicht immer absehbare Wendungen für das Publikum parat.

Turbulente Ausgangslage

Der machomässige Bernie Bleibtreu vom Heirats-Verhinderungs-Institut «Bliib älei aber glücklich» und die Heirats- Vermittlerin Silvia Rapp – welche ihre Geschäftsräume Tür an Tür haben – machen sich gegenseitig das Geschäft streitig. Die illustre Kundenschar sorgt dabei für etliche Querelen. Beispielsweise Daniel Reinhard, welcher nur seine Marion wollte, ihr aber tierisch auf den Wecker geht, weil er derart naiv und ungeschickt ist; beim simplen Wechseln der Glühbirne ramponiert er ihr die ganze Wohnung. Oder etwa der ältere Alfred Kopp aus der Alterswohnung, welcher gewisse Probleme mit seiner Zimmernachbarin Frau Meister hat. Nicht zu vergessen der gut situierte Deutsche Ulrich, der seiner fordernden Julia das Jawort partout nicht geben will. Perfekt macht das Chaos der filmverrückte Abwart Martin, der die Büros der beiden Kontrahenten in Schuss hält und dem zu jeder Situation eine Filmszene einfällt.

Zwei Büros auf einer Bühne

Das ganze Stück von Hans Schimmel inszenierte Regisseur Benno Inderbitzin auf einem einzigen – durch einen Mauerriss – zweigeteilten Bühnenbild. Einerseits das penibel-saubere Büro der Heiratsvermittlerin und gegenüber die schlotterige Schreibstube ihres Gegenspielers. Mit den Wechseldialogen wurde dadurch eine amüsante und für das Publikum jederzeit anschauliche Szenerie geschaffen, selbst wenn die Schauspieler auf beiden Seiten der Mauer gleichzeitig in Aktion traten.

Bis Mitte April wird das Stück acht Mal aufgeführt. Am Samstag, 29. März, auch mit Dinner.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

24.03.2014

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schwyzkultur.ch/jgH4tU