Der Arther Imker Josef Suter, ein pensionierter Metzger, lebt sein Leben im Rhythmus der Bienen. Gelassenheit und Geduld ist hierbei sehr wichtig. Bild Brian Gottschalk
Der Arther Imker Josef Suter, ein pensionierter Metzger, lebt sein Leben im Rhythmus der Bienen. Gelassenheit und Geduld ist hierbei sehr wichtig. Bild Brian Gottschalk
Der 32-jährige Silvio Ketterer (links) aus Arth und der Filmemacher Brian Gottschalk aus Dietwil realisierten diese Kurz-Doku.
Der 32-jährige Silvio Ketterer (links) aus Arth und der Filmemacher Brian Gottschalk aus Dietwil realisierten diese Kurz-Doku.

Film

Kurzfilm über Arther Imker gedreht

Josef Suter liebt seine Bienen und richtet den ganzen Tag nach ihnen. In einer Kurz-Doku schildern dies zwei junge Menschen.

Ein Griff ins Regal, und schon hat man Honig imEinkaufswagen. So leicht geht das. Am Morgen kurz aufs Brot gestrichen, schnell, schnell gegessen, um sich sogleich auf den Weg zur Arbeit zu machen. «Es steckt so viel Arbeit hinter dem Honig, das ist uns vielfach gar nicht bewusst», sagt der Arther Grafiker Silvio Ketterer. Durch seinen Onkel Josef Suter wurde er auf Bienen und die damit verbundene Arbeit aufmerksam. «Er lebt für die Bienen», sagt Ketterer, «Sepp kam zum Beispiel an einem Familienessen erst zum Dessert, weil er mit den Bienen beschäftigt war.» Diese Beharrlichkeit faszinierte Ketterer und den Filmemacher Brian Gottschalk. Gemeinsam konzipierte und drehte man einen Film über die Imker-Arbeit von Josef Suter. Mehrere Tage lang gaben sie sich dem Alltag von Josef Suter und seiner Frau Käthi hin. Sie drehten bei ihm zu Hause und in Bienenhäusern. «Es war wunderbar zu sehen, wie dieser 190 Zentimeter grosse pensionierte Metzger liebevoll mit diesen Tierchen umgeht», meint Ketterer.

Vom Frühstück bis ins Gewimmel

Der Betrachter sieht den Imker zuerst beim Frühstück – natürlich bei einem Honigbrot –, anschliessend wird er auf eine Reise ins Bienenhaus geschickt. Der Film strahlt eine extreme Ruhe und Gelassenheit aus. «Attribute, die für einen Imker enorm wichtig sind», sagt Ketterer. Man habe den Film bewusst langsam geschnitten, die Ruhe des Imkers soll sich auf den Betrachter übertragen. «In der heutigen Zeit, in der alles schnelllebig ist, finde ich diese Entschleunigung bemerkenswert. Einem Imker bleibt gar nichts anderes übrig, als Ruhe und Geduld zu wahren», meint Silvio Ketterer. «Auch wir als Filmemacher haben uns diese Ruhe zu Herzen genommen, schliesslich mögen die Bienen keine nervösen Menschen um sich herum», erzählt der Arther. Brian Gottschalk und er seien während des Drehs kein einziges Mal gestochen worden, der Onkel einmal auf die Nase.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

03.12.2014

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schwyzkultur.ch/TJXP8T