Licht spielt bei den Bildern des Luzerner Künstlers Franz Bucher eine grosse Rolle.
Licht spielt bei den Bildern des Luzerner Künstlers Franz Bucher eine grosse Rolle.

Kunst & Design

Galerie Meier: Lichtbilder als Spiegelungen

Der Luzerner Maler Franz Bucher zeigt in der Galerie Meier Werke aus seiner aktuellsten Schaffensperiode, die mit dem Thema Lichtbilder umschrieben werden können.

Alle der ausgestellten Werke von Franz Bucher, die meisten sind Malereien, wenige druckgrafische Arbeiten wie Radierungen und Holzschnitte, sind voll von Licht. Licht in Form von Spiegelungen, Licht als flimmernde Horizonte, Licht in stimmungsprägenden Farbabstufungen. 15 von insgesamt 43 ausgestellten Werken tragen auch Titel wie Spiegelung, Spiegelung des Nordens, Spiegelung des Südens, Lichtraum, Lichter des Nordens oder Lichter des Südens. Norden und Süden verraten etwas über den Entstehungsort der Bilder. Während eines längeren Aufenthalts im hohen Norden betrachtete Bucher das ihn faszinierende Phänomen des Polarlichts. Vom Impuls, der von diesen Lichtern ausgegangen ist, inspiriert, malte Bucher diese Bilder. Zum Teil war er während des Schöpfungsprozesses inmitten des Geschehens auf einem Boot und malte während mehrerer Stunden am gleichen Bild. Veränderte sich die Lichtstimmung, veränderte sich zeitgleich auch sein Bild. Als Betrachter der Bilder ist ein Hauch dieser Stimmung spürbar. Dunkle Blau-, Grün- und Violettnuancen mit Weiss prägen die Werke.

Licht und Sand als Stoffe

«Jedes Jahr ist für mich und meine Familie von verschiedenen Fixpunkten geprägt, dazu zählt die Verlängerung des Sommers im Süden von Frankreich», sagte Bucher.Wie bei den Bildern, die Bucher im Norden kreiert hat, wurde er auch bei den im Süden Frankreichs geschaffenen Bildern von der Natur und insbesondere vom Licht des Südens, seinen Farben und dem Wasser inspiriert. Die wenigsten Gemälde sind reale Abbildungen. Sie spiegeln aber die Landschaft und die Energie des Ortes wider, die der Künstler gemalt hat, und auch seine Stimmung, in der er während des künstlerischen Schaffens war. «Meine Malereien sind für mich auch Seelenlandschaften und Ausdruck meiner selbst», sagte Bucher. Als erdendes Element hat er zu den Farben Sand von den Stränden Südfrankreichs in die Bilder integriert. Seine Bilder wirken beruhigend und meditativ. Länger und mit zusammengekniffenen Augen betrachtet, sind darin Lichtgestalten, Gesichter und Wolkenbilder wahrnehmbar. Alle Werke sind vielschichtig und nicht auf den ersten Augenblick, wenn überhaupt, fassbar.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

05.06.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/YPTFmy