riesenaufwand: Andreas Reichlin (links) zeigt seine Werke derzeit in Arth. Premiere: Lydia Lenzenhofer stellt erstmals an ihrem Wohnort aus. Bilder Dominique Goggin
riesenaufwand: Andreas Reichlin (links) zeigt seine Werke derzeit in Arth. Premiere: Lydia Lenzenhofer stellt erstmals an ihrem Wohnort aus. Bilder Dominique Goggin

Kunst & Design

Kunst aus Leinwand, Pigment und Sand

Erneut stellt die Galerie Meier Arth Werke von Kunstschaffenden aus der Region aus. Andreas Reichlin aus Immensee zeigt faszinierende Stahlskulpturen und die in Arth wohnende Wienerin Lydia Lenzenhofer ungewöhnliche Bilder.

Schon im Galeriegarten befinden sich vier Arbeiten von Andreas Reichlin. Und im Untergeschoss lässt sich sein überzeugendes Schaffen bewundern. Sehr schön wirken gleich nach dem Eingang die kleinen Werke «Zwischenraum», «Schwingung», «Rhythmus» oder auch «Du und Ich». Und da ist natürlich auch Grossformatiges zu entdecken. An den Stahlkonstruktionen «Werden III» und «Zuneigung» hat der 1968 in Zug geborene, seit 1993 in Immensee lebende Künstler sehr lange gearbeitet. Andreas Reichlin hat ursprünglich in Steinen Holzbildhauer gelernt. Später hat er unter anderem die Bildhauerschule in München und die Académie Charpentier de la Grande Chaumière in Paris besucht.

Stahl ist Herausforderung

Stahl ist für ihn eine besondere Herausforderung. Er biegt und bearbeitet ihn, bringt ihn in Form, und nach der Beschneidung der Stahlteile fügt er sie wieder zusammen.Viele Leute dürften sich an seine Werke anlässlich der Kunstszene Schwyz in Pfäffikon von 2008 erinnern. Im selben Jahr konnte man eine Auswahl seines Schaffens auch am Hauptort in der Ital-Reding- Hofstatt besichtigen.Viele seiner Konstruktionen sind in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland vertreten. In der Galerie Meier zeigt er insgesamt 19 Werke.

Liebe zu Werkstoffen

Seit dreieinhalb Jahren wohnt Lydia Lenzenhofer aus Wien in Arth. Die im Baumgarten unweit der Galerie residierende Künstlerin hatte sich bei Meiers erkundigt, ob sie einmal hier ausstellen dürfte. Der 1967 in Wien geborenen Dame wird hier derzeit eine Plattform geboten. Ihre 42 Bilder sind unbetitelt. Als Materialien verwendet sie Leinwand, Pigment und Sand. Ihre Liebe zu diesen Werkstoffen charakterisiert ihre Werke. Sie konzentriert sich völlig darauf. Karge Landschaften, die sie schon als Kind liebte, und leise Töne finden sich in ihren Bildern wieder.

Ausstellung:

bis 6. November 2010

Di–Fr
10.00–12.00 Uhr
14.00–18.00 Uhr

Sa
10.00–16.00 Uhr

Ort:

Galerie Meier
Arth

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

18.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/3u5Lt8