Meinrad Betschart brachte unter anderem seine Holzskulptur «Feuer und Flamme» mit. Bild Patrick Kenel
Meinrad Betschart brachte unter anderem seine Holzskulptur «Feuer und Flamme» mit. Bild Patrick Kenel

Kunst & Design

Kunstvolle Farbwesen und Monatsbilder ausgestellt

Unter dem Titel «Art in Arth» sind zwei Künstler in der Galerie Meier zu Gast, um ihr neuestes Schaffen zu zeigen.

Auf zwei Stockwerken stellt Galerist Helmut Meier meist Skulpturen und Bilder aus. Er findet es spannend, das Werk eines Künstlers in seiner Entwicklung zu verfolgen. So lud er Maler Franz Bucher und Bildhauer Meinrad Betschart nach Jahren wieder in seine Arther Galerie. Unten begegnet der Besucher holzigen Menschengestalten des aus Brunnen stammenden figürlichen Bildhauers. Nach stuhlähnlichen Formen beschäftigt er sich in seiner aktuellen Serie mit Formen, welche an die Wirbelsäule und ihre Dynamik erinnern. Jeweils aus einem Baumstamm hat Betschart seine Skulpturen herausgearbeitet und sie dann mit Farbe bemalt, um die Assoziationen, die sich in den Titeln wiederfinden, zu verstärken.

Eindrücke aus der Natur

Geschaffen hat er sie an seinem Wirkungsort in der Mitte Deutschlands, wo weitere Farbwesen in Arbeit sind. «Das Reizvolle daran ist für mich die kontinuierliche Weiterentwicklung von Figur zu Figur», erklärte Bildhauer Meinrad Betschart am Samstag an der Vernissage. Im Obergeschoss stellt der Luzerner Franz Bucher aus. Über seine grossformatigen Werke sagt er: «Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, Monatsbilder zu malen.» Als Grundlage dienten ihm Tagebuchskizzen, die er seit über 30 Jahren anfertigt. Entstanden sind viele durch Naturbeobachtungen in Horw, in Obwalden und in der Provence angeregte Gemälde. Darauf zeigt Bucher Eiszapfen, Pflanzen oder welliges Wasser. Für ihn ist klar: «Es sind keine Abbilder, denn meine Malerei soll sich verselbstständigen und offen für Interpretationen sein.» Noch bis Mitte November werden diese Monatsbilder in der Galerie hängen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

27.10.2014

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schwyzkultur.ch/ETWtf5