2009 entstanden: Pat Treyer vor "Hula-Hopp" und "Frau im Regen"
2009 entstanden: Pat Treyer vor "Hula-Hopp" und "Frau im Regen"

Kunst & Design

Objekte mit witzigen Effekten

Seit dem Wochenende 22./23. August 2009 sind in der Arther Galerie Meier Werke der Luzerner Paul Louis Meier und Pat Treyer zu sehen. Der Künstler und Hochschuldozent zeigt im Parterre spannende Bronzefiguren und Zeichnungen. Von der Künstlerin sind über 40 Bilder vorhanden.

Gleich rechts vom Eingang stehen zwei von Paul Louis Meier geschaffene hohe schlanke Bronze-Unikate. Der Künstler, der seit 1987 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Luzern, doziert, setzt sich mit der menschlichen Figur auseinander. Auch kleinere Werke hat er aus dieser Legierung gefertigt. In der «Situation» stehen sich zwei Männer vis-à-vis, oder «Gegensätze» zeigt eine liegende und eine stehende Person. Beeindruckend auch das kleine «Modell» mit sieben Menschen. Raffiniert wirkt eine im Raum links stehende weisse Figur (Nummer 14). Durch gelbes Acryl scheint sie in der Sonne zu stehen. Auch seine Zeichnungen befassen sich ausschliesslich mit Menschen. Etwa wenn sie etwas erklären, in die Ferne sehen, am Zeichnen sind.

Der 1950 geborene Paul Louis Meier:

«Als Plastiker will man etwas bewegen, Plastik zentriert. Zeichnungen sind ein offenes System, eine Zeichnung reisst etwas auf.» Schon im Herbst 2002 hatte der Künstler seine menschlichen Gestalten in der Galerie Meier gezeigt, damals zusammen mit dem im Tessin wohnhaften Antonio Lüönd.

Intensiv an der Arbeit

Pat Treyer aus Adligenswil hat insgesamt 43 Werke nach Arth gebracht. Beim Treppenaufgang überzeugt bereits die «Taumelnde». Zu sehen ist nur ihr roter Jupe und das dunkel eingekleidete Oberteil. «Oh» zeigt eine Frau, die sich die Hände vors Gesicht hält. Die Figur «Jurendic» zeigt ein Gesicht, wo die beiden Augen nicht auf gleicher Höhe sind. An der Querwand hängt das Quadratbild «Blind». Eine Frau mit starkem Nasenbluten blickt mit pupillenlosen blauen Augen durch den Raum. Das kürzlich entstandene Werk «Dust» zeigt eine die Hand über dem Kopf haltende Dame mit einem dunklen Pferd. Mit «Taliban Tulipan» erinnert Pat Treyer mit einer weissen Tulpe im hintern Raum vor einem schwarzumhüllten Menschen an die stets aktive radikal islamische frauenfeindliche Bewegung. Die «Uhr» zeigt eine nackte Frau vor einem Zeitmesser. Man findet auch ein interessant bemaltes Holztablett, und die am Boden liegende Truhe – ebenfalls aus Holz – ist ebenfalls käuflich. Ihre fast alle zwischen 2007 und 2009 entstandenen Werke sind sehr günstig.

Schon in Arth ausgestellt

Pat Treyer und ihr Gatte Stephan Wittwer – auch er ist bildender Künstler – haben schon gemeinsam in Arth ausgestellt. Das Ehepaar hat vier Kinder. Zwei davon widmen sich bereits der Kunst, und auch die beiden Kleineren möchten diesen vielseitigen Beruf erlernen. Wohl ganz nach dem Sprichwort «Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm».

Ausstellungsdauer:

bis 12.9.2009

Ort:

Galerie Meier, Arth

Öffnungszeiten:

Dienstag bisFreitag
10.00–12.00 Uhr
14.00–18.00 Uhr
Samstag
10.00–16.00 Uhr

Telefon:

041 855 20 32

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

25.08.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/PGdajc